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Lack of Afro: Press on

Lack of Afro: Press on

Die Spätausläufer des geliebt-gehassten Big Beat gibt es immer noch. Jedoch profitieren sie ganz eindeutig von der aktuell alles mit Liebe überhäufenden Rückkehr und Retrospektakels des Rare Grooves oder mindestens dessen affinen Sounds. Was ja nur gut so ist.

Der 26jährige Brite Adam Gibbons verbindet handgemachte derb funkende Grooves mit programmierten Hilfsmitteln. Wie schon die Kollegen von Flow Dynamics, Jumbonics oder Fort Knox Five gelingt es ihm hervorragend Uptempo-beats mit feinen Bläsersätzen und souligen Samples zu verbasteln. Gerade „Touch my soul“ oder „Roderigo“ sind wahren Tanzflächenhymnen die ihm ein hervorragende Presse („The next Quantic“) und feinste Reputationen bei den Kollegen, DJs und Fans des Genres das irgendwie immer noch so zwischen den Welten steht. Nenn es Future Funk, NuBreaks, Post-BigBeat, Retro-Funk, Funky Freestyle…eines ist jedoch bei diesem jungen Herren aus London sicher: seine musikalischen Entwürfe sind satt geladen mit viel Tanzenergie. Und wenn er dann auch noch so (marktstrategisch hin oder her) geniale Schachzüge, wie die funky Coverversion des Arctic Monkey Songs „When the sun goes down“, hinlegt – wird er wohl bald der „Next Mark Ronson“ sein, und das ist ja bekanntlich ein Freifahrtschein für populäre aber extrem hochwertige Musik.

Peter Hagen (Jazzriots)

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