Review

Loreena Mckennitt: A Mediterranean Odyssey

Loreena Mckennitt: A Mediterranean Odyssey

Dieses Doppel-Album ist ein zweischneidiges Schwert, an dem sich die ansonsten überaus reizende Künstlerin böse verletzen könnte: Bestehend aus ‚The Olive And The Cedar’, (bereits veröffentlichte Studioaufnahmen) und ‚From Instanbul to Athens‘, die Konzert-Highlights ihrer Mittelmeer-Tour2009, hört man zweimal die gleichen Songs. Das ist – zugegebenermaßen guter – alter Wein in neuen Schläuchen. Oder schlicht und einfach Abzocke in Hinsicht auf das Weihnachtsgeschäft, wie es erboste Fans im Net formulieren. Was für den McKennitt-Neuling bleibt, ist eine virtuose Darbietung auf authentischen Instrumenten wie Leier, Bouzouki, Harfe oder Hurdy-Gurdy im direkten Zusammenspiel mit elektrischen Gitarren, Cello und Percussions. Die 52jährige Kanadierin mir irischen und schottischen Vorfahren versteht es meisterhaft, keltische und orientalische Klänge zusammenzuführen. Dass sie dabei nicht in den symphonischen Musical-Kitsch beispielsweise einer Sarah Brightman verfällt, ist überaus wohltuend. Fazit:
Für die Fans sicher eine Enttäuschung, aber für Genre-Frischlinge vielleicht eine Offenbarung!

Jo Neckermann

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