Review

Luxuslärm: So laut ich kann

Luxuslärm: So laut ich kann

Review:

Klar ist das Mainstream! Ja, ein bisschen wie Rosenstolz auf Rock oder Silbermond in Blond!! Sicher, allen Tocotronics dieser Welt fallen beim hören von „So laut ich kann“ die Ohren zu!!! Aber was, bitteschön, soll denn daran falsch sein? Luxuslärm, die Band aus Iserlohn (liegt irgendwie zwischen Hemer und Nachrodt-Wieblingwerde), die schon ganz viele dolle Preise gewonnen hat, macht mit ihrem nicht zu modernen Radio-Rock eigentlich nix falsch. Aber man muss zu romantischer Alltags-Lyrik wie „Ich kenn nicht mal deinen Namen, ich hab’ dich nie geliebt; ich hab’ nur grad’ vergessen zu vergessen, dass es dich gibt“ (aus „Vergessen zu vergessen“) eine Affinität haben. Und die hat der Rezensent nicht. Auf jeden Fall nicht ohne Hinzufügung von Rotwein. Neidlos muss man jedoch dem Sauerland-Fünfer um die überaus stimmgewaltige Frontfrau Janine Meyer instrumentale Kompetenz und Soundgeschmack zugestehen. Laith Al Deen und Anne de Wolff von Rosenstolz komplettieren übrigens das Line-Up des neuen – und sicherlich erfolgreichen – Albums als Gäste. Ein netter, abwechslungsreicher Beziehungs-Soundtrack für junge paarungsbereite Stern-Leser. Aber nicht für die von Neon, die hören eher Tocotronic…

Jo Neckermann


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