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Macstanley: Between 2wo Worlds

Macstanley: Between 2wo Worlds

Ist das etwa Alternativ-Kuschel-Rock? Oder Radiomucke für Leute, die auch mal gerne Killers, Goo Goo Dolls oder Bon Jovi hören? Ja und nein, und aber ja, das ist die Gruppe, die schon von so unterschiedlichen Acts wie Metallica und Counting Crows als Support angeheuert wurde. Macstanley, die Band aus Südafrika scheint sich gerne zwischen den Welten zu bewegen: Der gewichtige Leadsänger Andy Mac sieht aus wie der Präsi des örtlichen Bikerclubs, die Gitarristen Clinton Gahwiler und Neil Potgieter changieren typmäßig zwischen Sozialarbeiter und IT-Admin. Nicht gerade das optimale Erscheinungsbild für einen internationalen Top-Act in Sachen Lala für die Massen, da könnte noch Drama rein, Baby! Aber die Musik, meine Herren! Man höre nur mal die Single „As I Am“ – und ist hin und weg.

Aufgeschlossene Twenty- bis Thirtysomethings, die sich nicht auf abgefahrene Experimente einlassen wollen, aber auch keine Lust haben, sich für ihren Musikgeschmack schämen zu müssen – die haben jetzt wohl schon das Album des Jahres gefunden. Diese Mixtur aus allem, was in den letzten 30 Jahren der Pop-Historie gut und konsensfähig war, passt wie die Lieblingsjeans:
Reinschlüpfen und sich wohl fühlen. Die Drei vom Kap der guten Hoffnung geben zu eben solchen berechtigten Anlass. Und ist es nicht das, was wir in solchen Zeiten brauchen? Dringend..!

Jo Neckermann

Veröffentlicht am

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