Review

Madita: Pacemaker

Madita: Pacemaker

Back in 1988 oder wie? Madita glorifiziert auf ihrem dritten Album Synthie-Pop, bis die Roland raucht. „Pacemaker“ schwebt zwischen Trash und Space.

Madita legt nach ihrem fabelhaften 2008er Album „Too“ nach und begibt sich mit „Pacemaker“ auf nebulös-discoides Terrain. Schnelle Elektronik, unzählige Effekte und Vintage-Synthie-Elemente prägen das von Vlado Dzihan produzierte Album. Es herrscht eine düstere Stimmung, wenn „Too dark“ zwischen ruhigem Basslauf und aufloderndem Effektregen hin- und herschaukelt. Versetzt mit E-Gitarren klingt das nach „Space Rock“. Das Album wirkt wie in den 1980er Jahren eingefroren und pünktlich zum Retro-Hype aufgetaut. Orchestraler Syntie-Pop, der im Ping Pong zwischen New Order und Makossa&Megablast-freundlichem Electro herumhüpft. Nichtsdestotrotz besitzt Madita eine unverkennbare Stimme, die das ganze Wavespektakel veredelt.

Michael Ortner

Veröffentlicht am

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