Review

Major Lazer – Free The Universe Now

major lazer

Review:

Diplo ist und bleibt der Mann der alle Fäden in der Hand hat. Kommt ein leichtes Raunen über seine Tätigkeiten für Popstars wie Britney Spears oder Madonna auf, schießt er einfach mal parallel die heißesten Remixe auf dich und deine Mudda. Der amerikanische Beatfrickler und DJ hat Remixe und Produktionen für Rye Rye, Bonde do Role, Crookers, Buraka Som Systema oder Dubstep-Wunderkind Rusko angefertigt, die diese Acts weltweit zu wirklicher Reputation führte. Santigold, Lilʼ Jon oder Missy Elliot haben sich astreine Hymnen von ihm verpassen lassen. Baile Funk oder B-More hat er in die Club gebracht. Dubstep, Trap und jegliche andere Bass-Spielart hat er etabliert. Beck oder Radiohead bestellen Remixes bei ihm nicht einfach so. Bevor er Snoops Reggae-Spinnerei produzierte hat er eben mal mit Partner Switch seine Tiefe Passion ausgebaut und als Major Lazer veröffentlich. Hier geht es ihm darum mit viel Knall Elemente von Weltmusik, vornehmlich Reggae, mit elektronischer Hau-drauf-Mucke zu verbinden. Dabei schranzen die beiden ganz schön am Limit und reizen die Gästeliste mit Bruno Mars, Wyclef Jean oder Peaches, etwas arg aus. Die Wurzeln des Dancehall-Sounds sind spürbar, aber die harten Electro-Schellen wirken oft so plakativ und mitten in die Fresse, dass man auf das Major-Lazer-Konzept zur besten Primetime klar kommt. Natürlich ist das alles ganz geplant für den Großraumdiskoeinsatz nach dem 12. Wodka-Bull. Aber so what? Sie haben nie behauptet, dass sie die nächste Conscious/Roots-Reggae-Scheibe produzieren wollen. Das ist Dance Music. Wenn diesen Sommer auf einer Party nicht das Überbrett „Watch out for this (Bumaye)“ läuft, dann läuft was falsch.

Text: Peter Parker


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