Review

Malia/Boris Blank – Convergence

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Review:

Das ganz große Klangkino präsentieren die soulige Jazzsängerin und der Sampling-Pionier auf “Convegence”. Ob akustische James Bond-Dramen in Shirley Bassey-Manier oder Finger schnipsende Cocktaillounge-Sounds der späten Sixties – hier passt alles, ist alles rund. Synthie-Bläser zu Gitarrenklängen wie aus Spaghetti-Western, Malias Stimme – ein Timbre zwischen Melancholie und Leidenschaft – ergänzt sich wundervoll mit Boris Blanks Keyboardflächen, die im Klangbild liegen wie ein zugefrorener See im Zauberwald der Töne. Nur zwei Songs sind auf dem Album, die nicht von der 1978 in Malawi geborenen Sängerin, die u. a. Nina Simone zu ihren Vorbildern zählt, stammen: Das unverwüstliche “Fever”, 1956 geschrieben und gefühlte 20.000mal gecovert und “Tears Run Dry”, mit dem 2010 die Zusammenarbeit Yello/Malia begann. Zwei exemplarische tönende Beweise dafür, dass es in jeder Epoche außergewöhnliche Songs gab. Und in jeder Generation Ohren für geschmackvolle Musik. “Recht unterkühlt” nannte ein Kollege das Werk, ich nenne es schlicht COOL!

Text: Joe Neckermann


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