Das ganze Gerede davon, dass Eastcoast-HipHop sich in einer Krise befindet ist einfach nur uninformiertes Geschwätz. Auch wenn weder Busta Rhymes noch Jadakiss die von ihnen angestrebten Klassikeralben abliefern konnten, gibt es immer noch satte Sounds und noch großartigere Raps aus New York.
Das ewige Thema ist und bleibt das schwierige Feld traditionelle Ansätze auf eine moderne Ebene zu schieben, für die nicht nur relevant für 90er sozialisierte Heads ist. Ein scheinbar nicht immer leichtes Unterfangen wie die fatal schlechte „Bring it back“-Heulereien wie Marley Marl & Craig G. Wie das wesentlich besser geht, hat die letzten Monate der Bostoner Beatschmied Statik Selektah bewiesen. Man war ja schon hier und da gelangweilt von den ansonsten immer wohl beseelten Booms und Baps von 9th Wonder oder Khrysis. Selbst Premo hatte zwischen seinen Saisonhighlights wie „Shake this“ oder „Ain’t nothing changed“ auch seine immer etwas gleich und unspektakulär klingende Phase. Genau solche Phase kennt man von dem Kanadier Marco Polo eigentlich nicht. Sein Output mag nicht so hoch sein wie der des Großmeisters Preeeem, jedoch kontinuierlich gut. Seine Werke für und mit Masta Ace oder der Boot Camp Clikk waren immer Sure Shots die immer deep und spannend gebaut waren. Den Höhepunkt seines Schaffens schien er auf dem letzt jährigen Large Professor Album gehabt zu haben, wo er als einziger Gastproduzent seinen Beitrag leisten konnte.
Seine offenkundige Liebe zu der Klangästhetik der East Coast der goldenen Jahre fügt er seine eigene Note hinzu. Einen kongenialen Partner und großartigen Lyricists der neuen New Yorker MC-Generation hat er in Torae gefunden. Das Resultat ist ein HipHop-Album das komplett überzeugt. „Double Barrel“ gehört zu den Werken die harten und direkten Straßenrap mit einem Funken 90s-Nostalgie leben. Und was hat dieses Werk für Hits! Vor Energie strotzend und mit dem Auftrag versehen das Feld von hinten aufrollen zu wollen zelebrieren sie ungeschminkten Hardcore-Rap. „Rah-rah Shit“ oder „But wait“ werden Hymnen in bestimmten Kreisen werden – und hoffentlich auch darüber hinaus. Boooooooooooooooooooooom.
Peter Hagen
Kann ich nur zustimmen ! Seine Produktionen, sei es auf “A long hot Summer” von Masta Ace und “Yeah” auf dem “The Last stand” Album von BCC; das waren echte Highlights. Sein “Debüt” Album (Port Authority – 2007) ist jetzt schon ein Klassiker und das neue Werk bindet eben da an, wo andere Legenden nicht mehr nachsetzen (können ?) !
90 ‘ies Nostalgie gepaart mit Hardcore Rap shit !
Kaufen !!!!
Ich habe gerade zwei Stücke von J.O.S.E.2 gehört. Da wird mir schlecht. Jadakiss hat mich auch enttäuscht. Ich freu mich jetzt sehr auf dieses Album und auf Skyzoo dass im September kommen soll…