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Mavado: Mr.Brooks – A better tomorrow

Mavado: Mr.Brooks - A better tomorrow

Den Mobo-Award bekommt man nicht einfach so hinterher geworfen sobald man einen Hit in den UK-Charts landet. Für diese Auszeichnung muss man etwas leisten. Manche gehen sogar soweit dass man es schaffen muss künstlerische Integrität, überdurchschnittliches Talent und kommerzielles Potential zu vereinen um den Music-Of-Black-Origin-Award erhalten zu dürfen. Wenn es jemanden im internationalen Dancehall/Reggae-Business gibt, der die letzten Monate auf sich aufmerksam machen konnte, war es der Jamaikaner Mavado. Auf seiner Heimatinsel längst ein gefeierter Star und offiziell auch ausgerufener Nachkommen von den alternden Helden Beenie Man und Bounty Killer, konnte er bereits 2004 internationale Anfangserfolge verbuchen.

Jetzt veröffentlicht er sein zweites Album. „Gangster for life: The Symphony of David Brooks“ konnte auf der ganzen Welt im Sommer 2007 für Aufsehen sorgen. Mavado hat seinen eigenen Style etabliert und konnte sich in kürzester Zeit mit seinen langen und eindringlichen Sing-Sang-Hooks ein starkes Branding zu legen. Das wird nun auch unverändert auf seinem neuen Longplayer durchgezogen. Unterlegt mit markanten, sehr synthie-lastigen Sounds dokumentiert er den Sound der Stunde auf der Insel, der wohl auch früher oder später dankbar von den Dancehall-Djs in den europäischen Clubs gepumpt wird. Leider muss sich Mavado gefallen lassen, bei allem lyrischen Talent, musikalische kaum Abwechslung auf dem Album produziert zu haben. Wie so oft scheitern die Dancehallstars an sich selbst und ihren Widersprüchen. So propagiert Mavado das Ende der Gewalt und gleichzeitig glorifiziert er das Gangsterleben und die Homophobie. Irgendwo dazwischen liegt ein großes Talent als Dancehall-Künstler auf den ja bereits schon die Big-Names im US-HipHop (Jay-Z, Wyclef Jean, G-Unit, Busta Rhymes) ein Auge für Kooperationen geworfen haben. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Feiern kann man das auf jeden Fall – ob man ihn als den Superhero oder Propheten darstellt, oder eben auch nicht. „So blessed“ oder „Real Killer“ sind Genrehits, die man diesen Sommer und wohl auch noch länger hören wird – be sure.

Peter Hagen

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