Das nenne ich doch mal Corporate Identity: Künstlerlook, CD-Artwork, Homepage, Musik – alles ist schick & schlicht. Schlicht im Sinne von dezent, reduziert, cool eben. Und auch sonst macht der junge Berliner Max Koffler mit seinem Debüt-Album „Taboo“ alles richtig. Ein sympathischer Kerl, der auf den ersten Blick mit seinen roten Strubbelhaaren und grünen Augen an einen Iren erinnert. Dabei hat er viel mit Korea am Hut und musikalisch ist er eindeutig amerikanisiert und liefert lässigen gitarrenlastigen Indie-Sound mit unterschiedlich ausgeprägten Folk-Anklängen. Die zehn Songs auf dem Album hat Max Koffler selbst geschrieben und mit hervorragenden Musikern eingespielt. Seine ausdrucksstarke Stimme, schön im Vordergrund, erinnert ein wenig an Anthony Kiedis von den Red Hot Chili Peppers. Highlights sind die Songs „Treasure” und “Colors” sowie das mystische “What If The End” und das dynamische “Can I Hope”. „Taboo“ ist stilistisch noch etwas unentschlossen, aber es ist wahrlich kein Tabu diese bemerkenswerte CD mit ihrer Mischung aus Freude und Melancholie zu kaufen und zu genießen.
Regina Sommerfeld
www.maxkoffler.de
http://www.myspace.com/maxkoffler