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Me & You – Floading heavy

Me & You - Floading heavy

Wenn zwei Music-Nerds beschließen sich zusammen zu tun um ihre Visionen von Groove und dem drum herum zu erarbeiten – kommt des Öfteren großartiges Material heraus. Es wäre nicht das erste Mal. Diesmal haben sich Robert Luis, einer der beiden Labelheads vom englischen Indie-Label TruThoughts, und Alex Cowan zusammengetan.

Besser bekannt ist Cowan als eine der treibenden Kräfte des gleichen Labels, der unter dem Psyeudonym TM Juke schon einige wirklich exzellente Produktionen und Remixarbeiten für Soulröhre Alice Russells oder Freigeist Nostalgia 77 entworfen hat. Diese beiden kreativen Idealisten haben es sich zum Ziel gesetzt, nur ihre musikalischen Vorlieben und Sozialisationen in ihren markanten Sound einfließen zu lassen. Es ist ihnen vorzüglich gelungen – das schon mal vorweg. ,,Floating heavy” quillt vor Ideen fast über – beherrscht aber die Kunst nie zu abstrakt oder zu weit weg zu sein.

Gleich zum Einstieg interpretiert man den Drum’n'Bass-Klassiker ,,Brown Paper Bag” (Roni Size Reprazent) in einer sehr Dub-affininen, reduzierten Reggae-Version. Darauf hin geht man auf eine Reise nach Südamerika mit ,,The Hoop Loop”. Latinjazz der feinsten Güte. Dort angekommen zieht das Tempo direkter auf die Tanzfläche. Mit ,,Sneaker Thief” bekommen die Glückhormone Futter durch den treibenden Groove aus Breakbeats mit dem Hauch von NeoDisco, der Spass macht. ,,Elephant Takeover” ist dann auch die nicht zu stoppende, brachiale Kraft des wohl nie strebenden Broken Beat. Danach drehen die Herren dann noch mal richtig auf. ,,Wouri River” brennt auf heftigen Breakbeats die den Samba und durch aus auch den Afrobeat dort schneiden, wo man ihn am liebsten hat. Auf die Zwölf. Hier wird was bewegt. Dem nicht genug. Auf ,,Last River” gibt es 50er Jahre Calypso-Intro, dass dann in einem wahren Freudengewitter von Drum’n'Bass wabbert. Dieser Tune erinnert an den Tanzflächen-Wahnsinn den Drumagick mit ,,Easy Boom” 2002 losgetreten haben. Das ist viel mehr als der erhoffte frische Wind. Dem folgt nun noch mal eine faszinierende Hymne (,,Ze Zam”) die elektronisches mit brasilianischen Batucada mischt. ,,Random Search” macht dann noch mal einen spassigen Ausflug in die augenblickliche Dupstep-Hyperei, während ,,Got any R&B” den funky freestyle frönt.

Bei so einem Release wird sogar ein Allrounder wie Quantic armseelig aus der Wäsche schauen. Hier sind wahre Meister am Werk die das Prädikat ,,Album des Jahres” nicht mehr verfehlen können.

Peter Hagen (Jazzriots)

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