Mein Mio: Irgendwo in dieser großen Stadt
Review:
„Vor ihnen befindet sich ein Stau. Verlassen Sie die Autobahn. Biegen Sie dann rechts ab!“. Mein Mio ist mir in diesem Sommer nicht gerade ans Herz gewachsen... Die Berliner Band „Mein Mio“ – ihr Name ist allerdings von Astrid Lindgren inspiriert und nicht von einem Navigationsgerät – geht da wesentlich gefühliger zur Sache. Deutscher Indiepop von sensiblen jungen Männern für empfindsame junge Großstädter, die ihren Mac gerne in einer Umhängetasche aus Lastwagenplane rumtragen. Gut gemacht, manchmal arg brav, mit viel Grand Piano und KlingKlang. Dann und wann bricht’s allerdings durch mit den Buben, da wird die Schönklang-Autobahn verlassen: „Vorsicht an den Türen“ mit seinem packenden 80er-New-Wave-Drive und das entzückend beatlelesque „Es gibt immer“ mit retromäßig schiefem Chor zeigen deutlich das Potential des Metropolen-Vierers. Ein bisschen mehr Mut beim nächsten Mal, mehr Drama, so wie beim furiosen Outro des Album-Titelstücks, dann geht bei „Mein Mio“ das große Kopfkino an. Aber eine Entdeckung ist diese Gruppe allemal!
Jo Neckermann







RSS Feed











...und was meinst Du?
Dein Kommentar:
Hallo,
Sag uns Deine Meinung!
Bist Du bei 1beat.de Registriert? Klick hier um Dich , oder erstelle einen neuen Account