Review

Mop Mop – Lunar Love

a4207922980_16

Review:

Der in Berlin lebende Produzent und Schlagzeuger Mop Mop aus Italien kommt auf seiner neuen LP „Lunar Love“ direkt mit einem smoofen Stell Drum Intro rein und diese atmosphärische Verspieltheit zieht sich durch das gesamte Werk hindurch. Dieses umfasst 12 überzeugende Tracks basierend auf Gnawa Rhythmen aus Marokko und erinnert mich hierbei an Dub-Funk Produzenten, wie Blundetto oder Clutchy Hopkins, jedoch mit teils auffällig elektronischen Synthies und einem starken Fokus auf Percussions und Mallets. 
Mit seinem an Sun Ra angelehnten Text „Space Will Be My Home?“ ist “Spaceship- Earth feat. Anthony Joseph” neben „Plato“ einer meiner Favoriten. Anthony Joseph taucht viermal in der Feature- Liste auf und Unterstützung kommt insgesamt von über 10 Musikern, wie z.B. dem Tartelet-Records Sänger Wayne Snow auf der Videoauskopplung „Supreme“.
Der Großteil der Platte ist jedoch instrumental gehalten und hierbei wird das große Shaker, Drums und Stabspielaufgebot von Gitarren, E- und Kontrabass, sowie der Tastenfraktion u. A. am Moog und Piano unterstützt. Auch bei den (Sprech-)Gesangfeatures tritt für mich der Text meist eher in den Hintergrund und es geht Mop Mop mehr um die musikalische Gesamtästhetik. Lediglich das fünfte Lied „Omega“ hebt sich stilistisch stark durch sein rabiates Reduzieren auf nur einen Synthesizer vom Rest der munteren Lieder ab und kommt hierdurch eher wie ein Skit daher.
Das entspannte Album mit dem auffälligen Cover aus dem Hause Gianni Rossi Studio hat es heute auf jeden Fall geschafft mich von Fußball und Sterni abzuhalten, in dem Sinne: Daumen hoch!

Text: Henrik Huschle


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>