Mr.Chop: SOUNDS FROM THE CAVE
Review:
In München steht nicht nur ein Hofbräuhaus, sondern da geht auch einiges an Labels und spannenden Releases 2008. Bleibt sowieso die Frage im Raum stehen, wie die Zukunft der Labels, vor allem der großen Labels, aussehen wird. Die Zahlen der verkauften Einheiten gehen zurück, doch eine akribisch arbeitender Kreis von Imprints unterschiedlichster Musik arbeite den aktuellen Begebenheiten entgegen. Mit der Kraft der Kreativität, Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit die es dafür braucht um sich abzuheben. Jazz & Milk Records bringen diese Komponenten zusammen. Mit der Veröffentlichung von Mr.Chop „Sound from the Cave“ EP gehen sie abenteuerliche Wege in einem anfangs fast den Atem stoppen. 60s Library Funk, weird jazz, nach vorne preschende, harte Drums, blaxploitation Sounds mischen sich mit Anleihen von Krautrock der 70er, psychodelischer Funkyness und weiss der Teufel noch, nur positiv gemeint. Hier fliegen einem die Soundfetzen um die Ohren. Indische Folklore, Oldschool Synthies, Wah Wah Gitarrenriffs. Mr.Chop suhlt sich jedoch nicht nur in den Sounds der vergangen drei Jahrzehnten, sondern legt durchaus Feuer in Form von flotten HipHop-Bombenteppichbeats unter diese Armada an Samples und Live-Instrumentalisierungen. Ein Soundtrack für einen Film bei dem Crank & Shaft zusammen Quentin Tarrantino verhauen. Bäng!
Peter Hagen







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