Review

Nicole Wray – Queen Alone

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Review:

Aufhorchen läßt einem doch immer, wenn sich jemand nicht in dem Maximum-Pop-Charts-Mainstream-Gedudel positionieren will und sein eigenes Ding machen will. Eine gewisses R’n’B-Sternchen namens Nicole Wray kooperierte mit innovativen Institutionen wie Timberland, Missy Elliott, Aaliyah oder Ginuwine Ende der 90er Jahre sehr erfolgreich. Danach hatte sie ein kurzes Intermezzo bei Roc-A-Fella Records – die jedoch nicht mehr ihr zweites Album rausbrachten. Es folgten private Schicksalsschläge und eine Identitätskrise. Zwar konnte sie noch einmal als überragende Backgroundakteuerin beim legendären Blakroc-Projekt der Black Keys überzeugen, aber es kam eine ganze Weile nicht mehr zu einem positiven Schub ihrer Kunst. 2013 begeisterte sie dann doch wieder Kritiker weltweit mit ihrem kleinen Comeback als Team mit der britischen Sängerin Terri Walker unter dem Projektnamen LADY. Die beiden Damen machten moderner R’n’B mit viel Soul. Bestärkt und unterstützt diesen Weg weiterzugehen, wurden sie von Aloe Blacc und Funk-Legende Lee Fields, die auch im Umfeld von Truth & Soul Records arbeiteten. Eine Verarbeitung der Ups & Downs ihrers Lebens gaben ihr nun final die Grundlage für die Lyrics für ein überragendes Album. „Queen alone“ ist stark autobiografisch. Es handelt von Euphorie, Kampf, Schmerz, Einsamkeit und dem Traum vom Glück. Der Retro-Soul-Sound von Leon Michels und Tom Brenneck (Daptone) bilden dafür die perfekte Grundlage.

Text: Peter Parker


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