Wer im Sommer unterwegs war und Dancehall und Reggae auf Deutsch zu seinen favorisierten Musikrichtungen zählt, der ist wohl kaum an Nosliw vorbeigekommen. Der Rootdown-Aktivist steht wie kein anderer für die Etablierung des deutschsprachigen Reggae und für den damit verbundenen Aufschwung und die Begeisterung für dieses noch sehr junge Genre. Gefeiert wurden seine Festival & Konzertauftritte und sein Album „Heiss & Laut“ ist von der Fachpresse und den Fans gut angenommen worden. Man muss also von einem richtig runden Jahr für den in Bonn geborenen Sänger & Rapper sprechen.
Aufgrund dessen hat sich seine Labelheimat Rootdown Records dazu entschlossen noch mal Hand an das aktuelle Werk legen zu lassen und nun im Herbst mit frischen Remixen des bekannten Materials nochmals der Karriere des Eric Alain Wilson einen Schub zu geben. Nachdem er bereits Bassface Sascha & Franksen im Jahre 2008 dazu bewegen konnte seinem Sound eine lockere Jungle-Version zu geben, hat man sich nun die Soul Force um die Krefelder Produzenten Teka, Fizzle & Fat Fabi in Haus geholt um dem Album einen neue Anstrich zu verpassen. Das Resultat kann sich mehr als sehen lassen und braucht keinen internationalen Vergleich scheuen. Diese Beatfrickler waren bereits für die allseits kursierende Bootleg „Jay-Z@StudioOne“ verantwortlich. Bisher konnte sie weltweite Props für ihre Remixes für Künstler wie Black Milk, Ward21 oder Ronny Trettmann bekommen. Auch auf diesen 14 Mixen zeigen sie dass sie ihr Handwerk mehr als verstehen und sich mit HipHop, Dancehall, Dub und Reggae bestens auskennen und diesem Album eine wirklich besondere Note noch hinzufügen können. Gerate bei dem ganzen Potential für Partys und den Club fragt man sich schon, warum das nur als CD und Mp3 veröffentlicht wird und nicht als Vinyl. Besonders der Titeltrack „Heiss & Laut“, das Bassmonster „Ihr könnt mir gar nichts“ und „Yeah yeah yeah yeah“ werden deine nächste Party platzen lassen – versprochen.
Peter Hagen