Review

Ocote Soul Sounds: The Alchemist Manifesto

Ocote Soul Sounds: The Alchemist Manifesto

Was hat das Debüt „El Nino Y el Sol“ von Ocote Soul Sounds vor zwei Jahren für Furore gesorgt! Als Martin Perna und Adrian Quesada aus den Schatten ihre nicht minder genialen Kollektiven Antibalas und Groupo Fantasma gestiegen sind, konnte man wahrhaftig fühlen wie diese Vollblutmusiker eine gemeinsame Vision gemeinsam entwickelten und verwirklichten. Die weitläufigen Afro-Latin-Explosionen von damals ist man, unverständlicherweise, abgeweicht. Auf dem neuen Kooperationsalbum zieht es die beiden in ganz andere Sphären. Auf „The Alchemist Manifesto“ streifen sie durch tropische, jazzige, teilweise folkorische und psychodelische Klanglandschaften, die eher einen belehrenden, vielleicht sogar gut gemeinten, aufklärerisch anmutenden Beigeschmack besitzt. Die Musik ist nach wie vor auf einem ganz hohen Level. Die Zusammenarbeit hat sich weiter entwickelt und fruchtet – jedoch vermisst man tatsächlich die lebhaften Drang und die Energie der Afrobeats, des Funks und des Latingrooves. Es ist immer mehr als spannend, diesen beiden Virtuosen der latin u. südamerikanischen Musik zu lauschen. Ist gar jedem ans Herz gelegt, sich von ihnen in diese teilweise abstrakten Definitionen der Kulturen verführen zu lassen – jedoch fehlt es an Peep für die Tanzfläche und das ist schlicht schade. Vielleicht war dieser Pink Floyd-Ansatz doch etwas zu viel.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>