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Oddisee: Mental Liberation

Oddisee: Mental Liberation

Der Newcomer Finale aus Detroit gehörte für viele zu den Überraschungen der letzten Monate überhaupt. Nicht nur Redakteure der Backspin haben die Scheibe mehr als positiv aufgenommen. Wie aus dem Nichts kam dieser Rookie und schlug ein wie eine Bombe. Für einige Beats der berauschenden „A pipe dream & promise“-Platte zeigte sich ein Mann namens Oddisee verantwortlich. Der hat sich in den letzten Jahren durchaus mit seinen Beats einen Namen im Untergrund machen können und wurde dann auf dem von DJ Jazzy Jeff persönlich gemixten Tape „Foot in the door“ zu Recht gefeiert. Wordsworth’s gewaltiges „Gotta Pay“ stammt auch von ihm. Der Washingtoner Produzent hat sich mit seinen frischen Formel des Boom Baps in die Favoritenlisten einiger HipHop-Jünger geschoben und viele sehen ihn ihm der potentiellste Nachfolger eines 9th Wonder, dessen Beats etwas an Magie verloren haben. Man munkelt sogar euphorisch in den Tiefen der Blogosphäre, dass er an „next level“-Sachen schrauben würde, auf denen bald alle Backpack-Helden und Realholder zwischen Common, Mos und Kweli zu hören wären. An Spekulationen muss man sich nicht beteiligen. Fest steht, dass der Mann satte Beats bastelt und in einer hohen Geschwindigkeit unters Volk wirbelt. Nach der von ihm gestalteten 101-Compilation darf man sich nun auf sein Album „Mental Liberation“ freuen. Experimentierfreudige soll als auch konventionelle Klangteppiche strickt er hier wieder einmal für seine rappenden Gäste wie Black Milk, J-Live (ja den gibt’s auch nocht), Little Brother’s Big Pooh, Prince Po, Kenn Starr, Georgia Ann Muldrow und M.E.D aus dem Stone Throw-Lager. Checkt „Drug ourside“, das ist ein heimlicher Hit. Von dem jungen Mann aus der amerikanischen Hauptstadt wird man noch einiges hören. Das steht so was von fest wie der Wechsel von Poldi nach Kölle.

Peter Hagen

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