Review

Zwischen Ouzo & Deep House

Zwischen Ouzo & Deep House

Review:

Im Kontext der Freistil-Gemeinde, sprich Produzenten und Djs – ist es ganz wichtig das “Business-ABC” zu beherrschen. Es ist immer schön zu sehen wenn man Interviews mit Leuten aus den Label-Lagern Sonar Kollektiv, Compost, Stereo Deluxe, Raw Fusion, Bitasweet, BBE oder TruThoughts (uvm.) liest. Man gibt immer fleissig Respektbekundungen an die Gleichgesinnten. Das ist auch richtig so – oder wie Freestyle-Ikone Rainer Trüby mal schön sagte: “It’s a family Thing”. Jedoch fällt immer wieder eins auf – zwei Namen und deren Releases werden von allen Grossen genannt: Theo Parrish und Osunlade. Beide Visionäre beseelter Housemusik mit dem Touch von Jazz. Die gerne in Ihren legendären DJ-Sets gerne die Geschichte schwarzer Musik (Funk, Soul, Afrobeat, Disco, House, Detroit-Techno) zelebrieren wie wenig andere.

Osunlade, auch bekannt unter dem Pseudonym “Yourba Soul” für seine Remixe und Eigenproduktionen. Spirituell, deep und sehr oft an der Musik Afrikas orientiert – hat sich der DJ eine großartigen Namen in der Szene gemacht. Sein Stücke sind nicht nur als Vinyl Sammlerware sondern auch in den Cases aller wichtigen DJs, die “open-minded house music” vorantreiben. Masters at Work & Radioaktivist Gilles Peterson gehören zu bekennenden Fans dieses Mannes, der den Jazz in die Wiege gelegt bekommen hat. In St.Louis/ Missouri/USA geboren, bekam er schon früh mit, dass man mit Musik alle Grenzen sprengen kann. Mit dieser Inspiration und einer grossen Liebe zur Musik aus dem Land seiner Urväter, gründete er 1999 sein eigene Label Yourba Soul Records – was bis heute einiges an hochwertigen House bzw. “Jazz-not-Jazz Music” veröffentlicht hat. Sein Albumdebüt von 2001 (auf Souljazz-Records) besitzt bereits Kultstatus.

Nun veröffentlicht das Independentlabel BBE aus London sein neues Werk “Aquarian Moon”. Und wieder hat er eine wunderbares, 12 Stück starkes Album geschaffen. Zu entdecken gibt es, wie bei allen Osunlade Produktionen, sehr viel. Von Jazzy Broken Beats bis zu seinem markanten extrem tanzbaren, oft sehr spirituellen Afro-house, minimaler Funk bis sehr deepe, fast schon Ambient-lastige Soundkollagen. Auf seinem neuen Album scheinen die Hymnen für die Tanzfläche zu fehlen – sprich die Burner. Sieht man das ganze komplett als Album, kann aber durchaus von einem gelungenen Album sprechen und kann sich deutlich vorstellen wie Osunlade die Einflüsse von Ouzo, Gyros und griechischer Sonne in seine Musik aufnahm.

Peter Hagen / Jazzriots



Trackliste:

1. Thira 2:54
2. Aquarian Moon 7:20
3. The Day We Met For Coffee 4:18
4. 26
5. TwoPhish 5:21
6. Fingerblood 3:00
7. Circles 3:44
8. Oia In Winter 4:37
9. SokinSikartep 5:32
10. Casablanca Soul 4:48
11. Music For The Gods 6:42
12. Inspiration 3:22

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