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Q-Tip: Kaamal the abstract

Q-Tip: Kaamal the abstract

Nach dem Q-Tip 2008 sehr imponierend live und auf Platte gezeigt hat, dass er HipHop liebt und lebt, sowie eine zeitlose Formel basteln kann die sich nicht in Retro-Stagnation suhlt, bekommt er wieder Gehör. Die Fans der alten A Tribe called Quest-Zeiten sind glücklich und der eine oder andere HipHop-Liebhaber der jüngeren Generation konnte mit dem soulful und jazzy Ansatz des legendären, rappenden Wattestäbchens auch was anfangen. „The renaissance“ hat also die positiven Vibes der alten Tage in die Jetztzeit transportieren können. Fans und Kritiker sind sich da einig. Ein verdienter Sieg für Q-Tip, der vorher immer mit Labelschwierigkeiten und Schicksalsschlägen zu kämpfen hatte. Den Glaube hatte er nie verloren, dass er mit seinen eigensinnigen Kompositionen nicht weiterkommen könnte. Darin liegt eben der große Unterschied zu vielen aktuellen HipHop-Hüpfern. Q-Tip lebt die Kunstform HipHop. So kann er und die werte Gemeinde letztlich doch ein großes Amen gen Himmel stoßen, weil durch das reanimierte Interesse an seiner Musik jetzt doch sein verschollenes Album „Kamaal the Abstract“ in die Läden kommen wird.

2001 entschied sich L.A. Reid (damals Arista Boss, jetzt bei Def Jam) dass das Album kein Hitpotential hätte. Das muss man dem einflussreichen Plattenfirmenfuzzi lassen, er hatte absolut Recht. Ein neues „Breathe & Stop“ war nicht zu finden.

Dieses Werk ist wie „The renaissance“ große Kunst und nichts für die breite Masse. Bleibt die Frage beim Hören der satten Qualität dieses Album warum man es doch zurück hielte? Fans sprechen hier von Blasphemie. Ich nenne so was Kulturverrat. Schön, dass man es jetzt doch noch käuflich erwerben kann. Q-Tip blick hier auch zu Recht etwas verbittert zurück: „”I am really disappointed that Kamaal wasn’t released. LA Reid (former Arista boss, now Def Jam president) didn’t know what to do with it; then, three years later, they release Outkast. What Outkast is doing now, those are the kinds of sounds that are on Kamaal the Abstract. Maybe even a little more out. Kamaal was just me, guerrilla.”

Nun hat sich der Meister selbst um die Rechte gekümmert und veröffentlicht das fast vergessene Werk selbst über JIVE BATTERY neu gemixt und gemastert. Zwei Bonustracks gibt es obendrein. Wer auf die bisherigen Werke der Native Tongues, Mos Def und vor allem The Roots steht wird mit diesem 8 Jahre alten Werk sehr zufrieden sein. Mit „Even if it is so“ hat es auch eine goldenen Moment, wie eigentlich jedes Album von Q-Tip.

Peter Hagen

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