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Quantic: BEST OF QUANTIC

Quantic: BEST OF QUANTIC

Für mich ist Will Holland aka Quantic einer der besten Produzenten der letzten 10 Jahre. Er hat die funky, jazzy Freestlye-Szene mit seinen Alben „The 5th Exotic“ und „Apricot Morning“ maßgeblich geprägt und auch seine Spuren im NuJazz, Broken Beats und Downbeats deutlich hinterlassen. Mit dem Quantic Soul Orchestra hat er für frischen und rohen Deep Funk gesorgt. Die Cover-Version von „Hold it down“ (4hero) rockt auch heute noch jeden Floor. Aber der musikalische Wirbelwind scheut sich auch weder vor Dub-Experimente („Flowering Infernos“), noch vor einer Mischung von Indiesongs mit funky Beats als Limp Twins. Nach seinem Umzug nach Kolumbien geht es mehr in die Latin-Richtung („Tropidelico“ und „Tradition in transition“). Die Einordnung von Quantic in Musiksparten ist kaum möglich. Das erklärt vielleicht, dass er noch nicht berühmt ist, aber die Vielseitigkeit macht auch den Reiz von Quantic´s Musik aus. Die „Best of“ zeigt das gesamte Spektrum und Können in 32 Songs auf. Sehr empfehlenswert. Eine Gewisse Freude an unterschiedlichsten Musikstilen muss man aber mitbringen.
Eigentlich müsste es noch eine „Best of Quantic Remixes“ geben. So großartige Werke wie sein Remix für Kyoto Jazz Massive („The brightness of these days“) fehlen somit leider. Aber das kommt ja dann vielleicht ein anderes Mal noch.
Und Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr ich es bereue, dass ich Quantic zusammen mit Alice Russell 2003 im Jazzhaus Freiburg verpasst habe.

Text: Dirk Schäfer

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