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Queen + Paul Rodgers: The Cosmos Rocks

Queen + Paul Rodgers: The Cosmos Rocks

Ganz klar: Freddie Mercury selig war ein Schwuler, Paul Rodgers ist ein Macker. Wobei in erster Linie nicht die sexuellen Präferenzen der Herren, die wohl zu den zehn besten Sängern gehören, die der Rock je hervorgebracht hat, sondern die Attitüde. Der Style. Beiden gemeinsam ist die Vorliebe für weiße Männerunterhemden, die den erarbeiteten Bizeps augenfällig machen sollen. Und die Band. Es war mehr als clever von Brian May und Roger Taylor, den Ex-Free und Bad Company-Shouter Paul Rogers sozusagen als Nicht-Nachfolger von Freddie zu holen. So sehr auch ein Teil der alten Queen-Anhängerschaft schäumt: George Michael beispielsweise wäre – bei allen stimmlichen Qualitäten – nur als Ersatz-Freddie durchgegangen. Bei Rogers kommt niemand auf die Idee.

Selbst jene nicht, die seinen ganz anderen, leicht prolligen Stil nicht sonderlich abkönnen. Die Musik auf „The Cosmos Rocks“ ist Queen-typisch ebenso altbacken wie stadiontauglich, auch charakteristisch für die Truppe ist ein Songmix, der an seinen Enden zwischen „Oh Gott…“ und „Donnerwetter, hätt’ ich so nicht gedacht!“ oszilliert. „Voodoo“ beispielsweise, ein Song mit dem die meisten Queen-Fans gar nichts anfangen können, lässt in seinem bluesigen Rahmen Brian May als Meister eines Robben-Ford-mäßigen Gitarrenstils brillieren. Natürlich gibt es aber auch genug Bombast-Klangmaterial des Doktors der Astrophysik, so dass für die meisten Queenies zumindest nach mehrmaligem Hören klar ist:

The Cosmos Rocks!

Jo Neckermann

Veröffentlicht am

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