Fine Records hatte erst im Februar diesen Jahres ein kleines Highlight auf CD pressen lassen und veröffentlicht. Die Mix-CD-Reihe ,,Misch Masch” hatte mit DJ HELL nicht nur eine absolute DJ-Legende verpflichten können, sondern auch eine Zusammenstellung präsentiert, die den gekonnten Quantensprung eines clubtauglichen Spannungsbogens aus aktuellen Clubhits (,,Falling up”) und Überraschungen, Exklusiven und charakteristischen DJ-Tools aufzeigen konnte. Dass Hell zu den Perfektionisten dieses Spiels gehört, braucht man wohl nicht mehr ausführlich erwähnen. Hier hat Fine Records einen Volltreffer gelandet. Ein weiterer soll folgen. Radio Slave alias Matthew Edwards ist einer der aktivste Posten im aktuellen Clubzirkus weltweit. Kaum eine Woche vergeht, in der kein Remix von ihm auf irgendeiner B-Seite erscheint – der Mann ist gefragt wie kaum jemand. Seine DJ-Sets im Ministry of Sound und der Milk Bar (London) sind seit Jahren ein fester Bestandteil der hiesigen Clubkultur. Seine DJ-Sets spiegelt auch sehr viel seiner Ideologie wieder. Talentförderung (Shakelton), Hands in the Air-Tunes (Canvas) und Sureshots (Trendmoller, Ricardo Villalobos) treffen sich irgendwo zwischen Electro, Dubstep, (Minimal-)Techno und (Deep)House. Die brutalen Subbässe und das Teils hypnotische Zusammenspiel der Tracks macht einen wunderbaren Mix aus, der eine Party in Grossraumdissen und auch kleinen Clubs definiert. Wenn man von einem Abdruck des augenblicklichen ,,State of the Art” sprechen will – diese (Doppel)-CD kaufen.
Peter Hagen (Jazzriots)