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Rakim: The Seventh Seal

Review:

Mit dem Erscheinen des Albums „The Seventh Seal“ hat das HipHop-Urgestein Rakim einen langen Weg hinter sich. Die Nachricht, dass er sich mit Dr. Dre zusammen tut und auf dessen Aftermath-Label ein neues Werk veröffentlichen wird, war ein wahres Erdbeben für den HipHop-Fan an sich. Eine Königshochzeit die auf den ersten Blick die Erwartungen in das unermessliche schnellen ließen. Auf einen zweiten Blick ließ es jedoch auch Bedenken über die Kompatibilität der beiden HipHop-Legenden aufkommen. Setzte Rakim bei seinem Comeback „The 18th Letter“ auf Produzenten wie Pete Rock oder Clark Kent, die ihm einen zeitgenössischen sowie auch zeitlosen typischen Eastcoast-Sound servierten, auf deren Grundlage er um ein weiteres Mal bewies, warum er der König aller MCs ist und auch ohne die legendäre Partnerschaft zu Eric B. punkten konnte bzw. ein wahres Meisterwerk ablieferte. Als Dre ins Spiel kam, fragte man sich schon ob das die richtige Entscheidung sei, wenn man den musikalischen Output des Doktors für 50 Cent, Xzibit oder Eminem hörte. Das schien nicht für Rakim gemacht zu sein und musikalische eine Ausrichtung zu haben, zu der man sich auch nicht auf Anhieb Rakim geniale Reimakrobatik vorstellen konnte. Das schien letztlich auch die kreativen Differenzen der beiden, unweigerlich fast unantastbaren Künstlern, mit sich gezogen zu haben und das Album kam nie. Gefühlte Jahrzehnte später, hat Rakim nun doch einen Weg gefunden seine Musik zu veröffentlichen. Sein eigenes Label RA Records bringt nun, in Kooperation mit SMC aus San Francisco sein neues, von vielen sehnsüchtig erwartetes Album heraus.

Ergibt sich natürlich sofort die Frage ob Rakim nun musikalische produktive Kräfte für seinen künstlerischen Befreiungsschlag gefunden hat? Konnte er die Zusammenkunft von kongenialen Beatschmieden wie auf „The 18th Letter“ in das Jahr 2009 transportieren? Eine eindeutige Antwort gibt das neue Werk nicht. Es gibt auf alle Fälle gleich eine Euphoriebremse. Die Namen der Beatschrauber die hier mitgewirkt haben, sind nicht von schlechten Eltern und bürgen für Qualität, jedoch nicht immer für erhoffte Überbretter wie „Guess who’s back“. So haben Nottz, Jacke One, Nick Wiz, Ty Fiffe oder Needlz für ordentlichen Sound, jedoch nicht über ein wirklich großes Werk gesorgt. Kompakt und mit einem gewissen Niveau kann sich „The Seventh Seal“ hören lassen, muss aber im Vergleich zu anderen Großtaten des lyrischen Genies gewaltig abkacken. Die Vorabsingle „Holy are you“ deutete das schon vor einigen Wochen an. Die Magie die von Rakim’s Rap ausgeht, hat an Kraft verloren und die Auswahl der Beats unterstreichen das. Kein Mensch will und braucht ein zweiten „Paid in Full“, jedoch hätte man sich von Herzen gewünscht, dass dieser begnadete MC musikalisch jetzt mehr vorzuweisen hätte, um der jetzigen HipHop-Generation zeigen hätte können, warum er als unangefochtener Meister dieses Metiers von Biggie, Jay-Z, Nas und allen anderen als Vorbild gesehen wird. Natürlich gibt es satte Tracks wie „Satisfaction Guaranteed“, „Dedicated“ oder „Put it all to the music“ – jedoch machen halbgare poppige Nummern wie „Man above“ oder „Won’t be long“ den Gesamteindruck etwas dünn. Man hätte es diesem Künstler so gegönnt, aber das ist nichts Ganzes und nichts Halbes. Leider.

Peter Hagen

Tracks:

  • 01. How to emcee
  • 02. Walk these streets
  • 03. Documentary of a gangsta
  • 04. Man above
  • 05. You and I
  • 06. Won't be long
  • 07. Holy are U
  • 08. Satisfaction guaranteed
  • 09. Working for you
  • 10. Message in the song
  • 11. Put it all to music
  • 12. Psychic love
  • 13. Still in love
  • 14. Dedicated (Exclusive Bonus Track)

Releases:

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Interpret:
Rakim
Label:
Ra Records / SMC
Stil:
Hip Hop

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