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Randa and the Soul Kingdom: Randa and the Soul Kingdom

Randa and the Soul Kingdom: Randa and the Soul Kingdom

Nach wie vor ist es eine wahre Pracht, was an gut gemachter Soul & Funk Musik dieser Tage erscheint. Es ist gleichzeitig eine Schande, dass manche Kollegen in Online & Printmedien propagieren es gäbe eine Flut an billigen Imitaten authentischer Groove aus den 60ern. Das entspricht einfach nicht der Realität. Aber was will man auch von Kollegen verlangen die sich nur oberflächlich mit der Materie beschäftigen und wahrscheinlich das Renaissance der authentischen Soul-Music anhand von Adele oder Duffy festmachen oder mit dem Tod von James Brown den das ganze Genre unweigerlich beerdigt haben.

Allein Freestyle Records aus London könnte diese Negativ-Werbung für nichtig erklären, denn das britische Label von Adrian Gibson versorgt die Szene regelmäßig mit hochwertigem Stoff der selten halbgar oder plakativ ist.

Die neuste Scheibe kommt von Down Under. Von dort aus haben The Bamboos bereits dafür gesorgt, dass Funk made i n Australia international einen Namen bekommen hat. Eine Schlüsselfigur der Szene ist das Multitalent Lance Ferguson. Der hat auch hier seine Finger im Spiel gehabt und als Produzent und Musiker dafür gesorgt, dass man hier von einem richtig satten Album sprechen darf.

Live hat die Kapelle aus Perth bereits seine Sporen verdient als sie mit den Genreführer Sharon Jones & The Dap-Kings sowie den besagten local heros The Bamboos die Bühne teilten und auch ordentlich rockten.

In der Mitte ihr Musik steht die kraftvolle und charismatische Stimme von Randa Khamis, einer jungen Dame mit jordanischem Migrationshintergrund. Darum verflechten sie Funk der deepen Sorte. Randa, konnte bereits in jungen Jahren gesangliche Erfahrungen mit der Legende Eddie Bo in New Orleans und mit den britischen Aufsteigern Speedometer in London sammeln. Hier lernte sie die Professionalität und Einfühlsamkeit sowie das charakteristische Songwriting von dem jetzt die Band profitiert. Wer selbst Ann Sexton, Aretha Franklin und Betty Harris als seine Haupteinflüsse nennt ist sich nicht nur über das Genre und seine genialen Frauen bewusst, sondern weiss auch ganz genau was man beachten muss um die Aufmerksamkeit von Freunden dieser Musik zu erhaschen. Auf „Rana & The Soul Kingdom“ macht sie eigentlich alles richtig und mit „Feel it in your soul“, „Not gonna let you“ sowie „I do what i do“ und „Lysistrata’s quest“ zeigt sie und ihre Mannen das so überzeugend, dass man diesen Herbst in Sachen Soul und vor allem Funk an diesem Album schwer vorbei kommen wird.

Peter Hagen

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