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Red Hot Chili Peppers: I’m With You

Red Hot Chili Peppers: I’m With You

Das Angenehme an solchen Supergruppen wie den RED HOT CHILI PEPPERS ist, dass man nichts mehr erklären muss. Jeder kennt ihre Hits, die fantastischen Videos und die spektakulären Live-Shows. Viele warteten sehnsüchtig und gespannt auf die neue CD. Nach fünf ruhigen Jahren ist sie nun endlich da und bei Amazon sofort auf Nr. 1 im Bestseller-Rang eingestiegen.

Die Jungs haben sich ja immer schon Zeit gelassen: Nach ihrer Gründung 1983 dauerte es acht Jahre bis zum weltweiten Durchbruch mit dem Album “Blood Sugar Sex Magik”, das bis heute ein Meilenstein der Musikgeschichte ist. Nach vier weiteren großartigen Studioalben steht nun “I’m With You” in den Startlöchern, erneut produziert von Rick Rubin, aber erstmals ohne Wundergitarrist John Frusciante. Sein Nachfolger Josh Klinghoffer (g) hat sich hörbar gut mit Anthony Kiedis (v), Flea (b) und Chad Smith (dr) arrangiert.

Die RED HOT CHILI PEPPERS haben über die Jahre zu ihrem ursprünglichen Crossover aus Hip Hop, Funk und Rock immer mehr Pop geschaufelt, was die Fangemeinde spaltete. So wird auch die aktuelle Veröffentlichung polarisieren, den einen zu glatt sein, den anderen zu sperrig. Dabei ist die eine Stunde mit 14 Songs ein typischer Querschnitt der Band mit hohem Qualitätsanspruch und Spielfreude.

Der Opener “Monarchy of Roses” galoppiert gut los und weist wunderbare kleine leicht verstörende Elemente auf. Im weiteren Verlauf des Albums beweisen die Kalifornier, dass sie nichts verlernt haben. Ein funky Bass mit zaghaften Hip-Hop-Anleihen bei “Factory of Faith” und das ganze etwas aufgerockt bei “Look Around”. Ein herrlich kraftvolles “Goodbye Hooray” weiß genauso zu überzeugen wie “Did I Let You Know” mit südamerikanischem Flair inklusive Bläsern und Steeldrums. Die Vorab-Single “The Adventures of Rain Dance Maggie”" ist so melodisch geraten, das man mitschunkeln möchte, was ebenso für den Besuch bei der “Happy Love Company” gilt. Nicht unbedingt etwas, das man bei den RED HOT CHILI PEPPERS erwartet. Umso schöner sind die Power-Balladen “Brendan’s Death Song” und vor allem “Police Station”. Für die lazy moments gilt “Meet Me at the Corner” oder lass es bleiben und “Dance, Dance, Dance”.

Interessante Nebenbetrachtung: Während die Fliege auf dem Cover auf einer roten Pille sitzt, ist sie im CD-Inneren auf einer blauen RHCP-Pille gelandet. Das kann man deuten wie man will, auf jeden Fall ist “I’m With You” kein Fliegenschiss, aber auch nicht der ganz große Überflieger. Heiß und scharf ist der Flügelschlag allemal …

Text: Regina Sommerfeld

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