bookmarken bei: Delicious Wong_star08 Stumbleupon

Rjd2: The Colossus

Review:

RJD2, der Produzent mit dem scheinbar unerschöpflichen Ideenreichtum, ist zurück. Inzwischen hat man den Kreativmotor, der sich auch gerne Ramble Jon Krohn im realen Leben nennt, als Kultbeatschmied in einschlägiger Fachpresse ausgewiesen. Das ist natürlich alle mal berechtigt, wenn man sich die Werkschau einmal anschaut. Der umtriebige Multiinstrumentalist, DJ und Produzent hat bereits drei eigene Alben veröffentlicht, die allseits als eine sehr eigen interpretierte und sehr frei Version von HipHop gilt. Die internationale Presse und die Freunde der hohen Samplekunst auf der ganzen Welt schätzen den Mann aus Oregon/USA. Unter der Oberfläche, sagen wir im Kreise der Nerds, Liebhaber und der Infizierten von Nonmainstreamsounds ist er sogar ein kleiner Star der dieser Kundschaft zeitlose Glücksmomente „Here what’s left“, „Ghostwriter“ oder „1976“ geschenkt hat. Daneben kollaborierte er mit Massive Attack, der Def Jux-Family, U.N.K.L.E oder Nightmare on Wax. Er hat eine Reputation die wenige Kollegen vorweisen können.

In der Tradition von DJ Shadow schnipselt er aus tausenden Fragmenten eine neues kaleidoskopisches Gebilde. Dass er auch noch unzählige Instrumente beherrscht kommt der Vielseitigkeit seiner Sounds entgegen. So blieb er auch auf seinem vierten Album der Marschroute treu, den Hörer überraschen zu wollen. Eine Weiterentwicklung ist auf „The Colossus“ deutlich zu hören. Man hat sogar irgendwie das Gefühl, dass der Mann die Platten „Version“ von Kollege Mark Ronson sehr ernsthaft studiert hat und sich davon inspirieren lies. Breakbeats, HipHop-Basics und Sample-Schlachten müssen den Vibe von Indie-Rock und Britpop nicht ausschließen. So weißt er bei den Songs „The Glow“ deutlich darauf hin. Das Standartwerk der Samplekunst ist und bleibt aber immer noch „Entroducing“ von DJ Shadow und mit „A Spaceship for now“ erinnert er ehrfürchtig an dieses Werk und verneigt sich natürlich vor dem inzwischen nicht mehr so kreativen Kollegen und dessen Großtat. Dass RJD2’s Sounds auch für eine breitere Masse sich öffnen kann, ohne zu verwässern oder einen Geruch von Sellout zu haben kann man getrost mit „The Shinning Path“, der Kollaboration mit Phonte Coleman, unterschreiben. Hier kombiniert man in einem nicht ganz so schmutzigen Gewand den Soul und Pop eines Gnarls Barley mit den Strukturen des Trademarksounds. Absolute Highlight und wohl auch die kommenden Hymnen der alten Fans werden wohl Tracks wie „Crumbs off the table“ sein. Hier gibt es einen gebrochenen Beat und einen unwiderstehlichen Gesangspart der an die West-London-Hochzeiten erinnert. Mit „The Stranger“ gibt es dann auch noch einen Track der einen mächtigen Beat inne hat, der an die „Deadringer“-Tage erinnert. Mit der Single "Let there be horns" ist er jedoch leider nicht an dem Vorgängerbrett "Let the good times roll" herangekommen - jedoch macht das nicht wirklich etwas aus.

Man hat hier also wieder einmal für große Unterhaltung gesorgt. Sofort auf den tragbaren Abspieler laden – würde ich hier sagen. Macht wirklich Spaß das Teil und hat absolut das Zeug dazu in allen Lagern Freunde zu finden.

Peter Hagen

Tracks:

  • 01. Let There Be Horns 2. Games You Can Win 3. Giant Squid 4. Salud 2 5. The Glow 6. A Spaceship For Now 7. The Shining Path 8. Crumbs Off The Table 9. A Son s Cycle 10. Tin Flower 11. Small Plans 12. Gypsy Caravan 13. The Stranger 14. Walk With me

Releases:

3c363fe33818d51b245237a6669942a6_normal
Interpret:
Rjd2
Label:
RJ's Electrical Connections
Stil:
Hip Hop Jazz Soul Freistil Funk Breakbeats Alternative Rock NuBreaks Pop Trip Hop Folk Brit-Pop Soundtrack

Jetzt probehören und kaufen!

Als Vinyl kaufen



Community


...und was meinst Du?

Dein Kommentar:

Comment_arrow

Hallo,
Sag uns Deine Meinung!

Bist Du bei 1beat.de Registriert? Klick hier um Dich , oder erstelle einen