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Robert Owens: Night-Time Stories

Robert Owens: Night-Time Stories

Wenn von House Music die Rede ist, wird meistens über Produzenten und DJs gesprochen – eigentlich nur mit einer Ausnahme von einer Stimme. Diese besitzt ein gewisser Robert Owens. Kaum eine männliche Stimme ist so eng verknüpft mit elektronischer Clubmusik wie die von Owens. Sein samtweicher Soul ist mit dem 80er Jahre Chicago House genauso verbunden wie mit dem aus New York. Owens arbeitete schon früh mit zentralen Figuren dieser Epochen. Neben Frankie Knuckles konnte er schon früh Legenden wie Larry Heard, David Morales und Satoshi Tomiie zusammen. Der wohl wichtigste House-Tune aller Zeiten („Can you feel it“ – Finger Inc) hat Owens mit seinem Gesangsbeitrag veredelt. Diese Gabe haben natürlich auch andere Produzenten für sich genutzt. Kooperationen mit der Def Mix Crew, Godfather Inc, Marshall Jefferson, Photek, Ron Trent oder dem 2006 auf Ninja Tune releasenten, überwältigenden „Walk a mile in my shoes“ von Coldcut, haben das immer wieder imponierend bestätigt und Owens zu einem wichtigen Teil dieser Kultur gemacht. Ein Bestandteil das man nicht mehr missen will.

Gekreist ist er oft um die Genres neben House. Experimente im Drum’n’Bass, Downbeat, Acid oder Detroit Techno umfassen den Soundkosmos, den Owens seit über 20 Jahren bereist und auch vorzüglich als DJ präsentiert. House der deeperen Sorte scheint jedoch nicht nur Owens Steckenpferd als Produzent zu sein, sondern auch der Klangkosmos den die elf verschiedenen Produzenten für ihn am fruchtbarsten halten. So haben etablierte Kreativkräfte wie die englischen Kollegen Martin Iveson (Atjazz), Simbad, Charles Webster, Kirk Degiorgio und Jamie Odell (Jimpster) genauso solide Arbeit abgeliefert wie die Holländer TJ Kong & Nuno Santos, die einheimischen Wahoo, Ian Pooley und Marc Romboy. Sie alle scheinen großen Respekt vor der Zusammenarbeit gehabt haben, denn sie legen viel Liebe und Nostalgie in ihre Sounds. So ist „Night-Time Stories“ wie auch schon die unzähligen Tunes mit der Stimme von Robert Owens zuvor ein zeitloses Geschenk an die Clubkultur. Nicht mehr und nicht weniger.

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Peter Hagen (Jazzriots)

Veröffentlicht am

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