Review

Rogall: Rogall & The Electric Circus Sideshow

ROGALL: ROGALL & THE ELECTRIC CIRCUS SIDE SHOW

Ja, der Rogall ist ein Fleißiger. Vor Jahren hab ich mal ein Live-Gig von seinem Projekt Atomhockey im Jazzhaus Freiburg gehört und muss sagen: wow, das war wirklich etwas Besonderes; freigeistige aber groovige Elektronik. Aber das füllt den Rogall nicht aus. Also betreibt er noch die Projekte Micatone und Nylon. Und weil das noch nicht reicht, scharrt er nun einen Haufen „elektronische Zirkusmusiker“ um sich: Earl Zinger (Galliano), Farda P. von Rockers Hi-Fi, Hugo Race und Henry Rollins auf. Dabei entsteht eine sehr eigentümliche und kaum beschreibbare Mischung aus Songwritermäßigem, Western, Hip Hop, Jazz, Reggae, Blues etc. An manchen Stellen fühl ich mich an Tom Waits erinnert und zu vielem fehlen mir die Worte. Man muss das Album oft und möglichst am Stück hören, um den Zugang zu finden. Alles klingt etwas sperrig und nie ganz „normal“. Aber gerade das macht das Album wiederum so interessant und auch besonders.

Ist noch lange nicht mein Lieblingsalbum 2008, aber es wächst mit jedem hören.

Dirk Schäfer

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