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Royce Da 5’9: Success is certain

Royce Da 5'9: Success is certain

„Boom“ und „Shake this“ gehören zu den ganz großen 12inch-Bomben der Post-Rawkus-Ära. Die Kombination von Royce da 5‘9 und Producerlegende DJ Premiere war tödlich und wird ähnlich verehrt wie die von Premo mit Nas. Vielleicht wird der Detroiter MC auch genau auf diese Hits ja gerne reduziert wie viele seiner Artgenossen und scheiterte genau daran seit Jahren und an all dem, was danach noch kam. Bis auf seine messerscharfen „Bar Exams“ Mixtapes gab es oft, trotz der unglaublichen Skillz, durchschnittlich-gute jedoch nie richtige Klassikeralben. Dazu kam seine nicht gerade glückliche Zusammenarbeiten mit den Labels. Inzwischen kann man ihn getrost als Rapveteran bezeichnen, der jedoch nicht müde ist.

Auf „Success is certain“ bleibt er seiner Linie leider treu und stellt ein solides, wirklich gutes HipHop-Album vor – das durchaus seine Momente hat und immer wieder durch seine Technik und Scharfzüngigkeit überzeugen kann. Royce gehört in die Champions League, ist aber wie der VFL Wolfsburg und der HSV – er spricht nur davon, schafft es aber im finalen Zug nie. Es hört sich manchmal jedoch so an („Where my money“) als das dieser Fakt nur ihn stören würde, weil die Fans ihn ja nicht für Chartsbrecher feiern und es wohl auch zukünftig nicht tun werden.

Dabei standen die Sterne besser denn je. Mit Slaughterhouse, der Rap-Supergroup, kam er zu nicht mehr gekannter Aufmerksamkeit. Mit Ex-Kumpel und Superstar Eminem fand er nach Streitereien wieder zusammen und produzierte gleich eine EP mit ihm, die in den USA einschlug wie eine Bombe – jedoch etwas unverträglich kommerziell (Bruno Mars-Feature) für die alten Fans war.

Wie auch immer! Es geht mit ihm voran. Für die wirklich durchweg guten Beats sorgten u.a. Alchemist, und der notorische Premo – doch im Vergleich mit den ganz großen 2011er Blockbuster wie „Watch the throne“ oder „The Red Album“ ist das hier zwar lyrisch versierter und mit der gewohnt überhöhten Durchschlagkraft, aber die insgesamt reicht es nicht weil er sich nicht entscheiden kann wo er genau stehen will. Manchmal sollte man das jedoch um eine Partei zufrieden stellen können. Hoffentlich geht man mit dem Shady Records-Deal mit Slaughterhouse nicht auf weitere Kompromisse ein und spielt mit dem Gedanken diese Urgewalt an Rhymespittern (Joell!!!!) mit Rhianna und T-Pain-Featuren zu füttern…bis dato genug mit Spekulation – „Success is certain“ ist dope bis zu einem gewissen Punkt, den Royce jedoch nie überwinden konnte.

Text: Peter „Parker“ Hagen

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