Review

Ryan Ferguson: Only Trying to Help

Ryan Ferguson: Only Trying to Help

Review:

Hin und wieder hat man Glück und stößt auf musikalische Perlen, die beweisen, dass Common Sense in Sachen Pop nichts, aber auch gar nichts mit schnödem Mainstream zu tun hat. In grauer Vorzeit waren Namen wie Scott Walker oder Brian Wilson Garanten für melodiösen, immer aber auch etwas sperrigen Poprock, in jüngerer Vergangenheit reichen Leute wie Richard Ashcroft, Per Gessle oder eben Ryan Ferguson die Fackel des nachdenklich-schrägen Wohlklangs weiter. Was der Gitarrist und Sänger aus San Diego mit diesem üppig produzierten Album vorlegt, gehört sicher zum Besten, was man sich in Sachen Indie/Pop/Rock derzeit geben kann. Beinahe radiokompatible Hooklines versetzt mit fiesen kleinen Kontrabeats, Poesie und Powerchords, dramatische Songstrukturen im Sixties-Melodiegerüst: Drama, Musik, Emotionen! Sie sind selten geworden, diese Musikprodukte, die bei jedem Hören besser werden, die erst nach und nach sich zu öffnen und entfalten vermögen wie ein guter Rotwein. Einen solchen sollte man sich zu „Only Trying to Help“ übrigens gönnen – diese Musik verdient es!

Jo Neckermann


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