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Shahrokh sound of K.: Dripping Point

Review:

Im süddeutschen Karlsruhe gibt es, wie in anderen Städten dieser Größe, einige wenige Aktivisten, die für clubkulturelle Events sorgen. In der badischen Landeshauptstadt ist das u.a. der Iraner Sharokh Dini, der mit seinen Clubnights hauptsächliche elektronische Musik supportet. In seinem eigenen Club (Mood Lounge) geben sich internationale Schlüsselfiguren der House & Freestyleszene die Klinke in die Hand. Metro Area, Carl Craig, Rainer Trüby, Jazzanova, Peter Kruder, King Britt, Ame, Frank Roger oder DJ Naughty haben hier schon mit dem Chef selbst am Plattenteller gestanden. Seit 1995 produziert und veröffentlicht Sharokh seine musikalischen Werke auf verschiedenen Labels wie Black Flame, Caus-N’-effect oder Miss Moneypenneys. Remixe für Discoqueens wie Gloria Gaynor oder Donna Summer folgten. Nach zwei sehr guten Singles für das Münchner Freistil Label Compost Records folgt nun das Album des Projektes „Sharokh Sound of K.“, dass er mit dem Multiinstrumentalisten Andreas Köhler konzipiert und aufgenommen hat. Den Weg, Housemusic mit mehr musikalischen Grundstrukturen, Arragements und Live-Elemente zu versetzen ist ihnen gut gelungen. Der lounge Grundsound ihrer Produktionen flirtet gerne mit DeepHouse und schafft es oft eine Brücke zu neuen jazzigen Dimensionen zu schlagen. Gerade Stücke wie „Leave your hat on“ dominieren mit dieser Botschaft, wobei die intensive Vocals von Siri Svegler hier einen ganz großen Anteil gebühren. Schön dass die beiden Musiknerds hier sich nicht einer Formel verschrieben haben, denn mit „I Like“ geben sie groovigem Discofunk noch mal einen Chance in das Jetzt zu rutschen, was ja Recloose auch auf seiner aktuellen Platte perfektioniert hat. Auf „Time and again“ machen sie auf eine futurischen Funklevel weiter, dass sich als astreiner Floorshaker offenbart. Das Album ist deshalb so empfehlenswert weil es musikalisch reichhaltig und abwechslungsreich ist und nicht auf „Underground“ macht. Genüsslich darf man hier immer wieder entspannt zurückgelehnt lächeln. Die Platte hat es geschafft. Die zwei Produzenten switchen perfekt in einen bunten Mix ihrer Einflüsse aus Jazz, 80s, House, Disco und Soul. Das ganze wirkt zu jedem Zeitpunkt reif und völlig ungezwungen. Die singenden Gäste wie Robert Owens, Jamie Lloyd oder Toyin Taylor sind vorzüglich ausgewählt. Ist das die Platte die für den Herbst die Wärme bringt? Entscheidet selbst. Sie ist ein Kauf auf alle Fälle wert.

Peter Hagen

Tracks:

  • 01. Break it down
  • 02. Letting you go
  • 03. Love happens
  • 04. Leave your hat on
  • 05. Ilike
  • 06. Time and again
  • 07. Big boys
  • 08. See the light
  • 09. Roya
  • 10. Perfect stranger
  • 11. Super size cup
  • 12. After all
  • 13. Old score

Releases:

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Interpret:
Shahrokh sound of K.
Label:
Compost Records
Stil:
House Freistil

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