Vor ca. 10 Jahren war ich auf der Hochzeit eines Freundes. Die Gäste waren zu einer Hälfte Schwaben, die andere Hälfte waren Ungarn und Serben. Die Band spielte den ganzen Abend Balkanmelodien mit Klarinette, Tuba etc. Die Schwaben waren sichtlich irritiert. Die Ungarn tanzten gleich los und feierten bis in die Morgenstunden. Die Stimmung war ansteckend und ohne heftig alkoholisiert zu sein, machte man schnell mit. Genauso geht es mir mit dem neuen Shantel-Album. Wie bei seinen Bucovina Club-CDs steht die Lebensfreude des Balkans im Mittelpunkt. Musikalische Grenzen kennt Shantel nicht. So sind 14 Stücke entstanden, die den Sound of Balkan, Griechenland, Türkei und Israel mit modernem Sound kombiniert, ohne deren Wurzeln zu verwaschen.
Der Partyfunke springt sofort über und meine 20 Monate alte Tochter kriegt gar nicht genug davon. Mir reichen aber meist schon 5-6 Tracks und ich kann die Tracks nicht mehr auseinander halten.
Als Partysoundtrack gerade im Spätsommer ist das Album optimal. Als Listening-Album am Stück ist mir das persönlich doch etwas zu anstrengend. In diesem Sinne: Jámas, Serefe, Mazel tov und Vashe zdorovie!
Dirk Schäfer
2/5 mein daumen bleibt unten. lebensfreude hin oder her aber dieser “balkan”-sound …