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Skyzoo: The salvation

Skyzoo: The salvation

Zu den wirklich neuen Rookies kann man Skyzoo bei Leibe nicht zählen. Der New Yorker Rapkünstler gehört zu einer neuen Generation von MCs die klassische Werte vertreten und mit tiefer gehender Lyrik überzeugen. Es verwundert also nicht das Duck Down Records den ersten offiziellen Longplayer des in Brooklyn lebenden Talents veröffentlicht. Auch wenn der so genannte Hipster-Rap um Künstler wie The Cools Kids oder Asher Roth mehr im Fokus der Öffentlichkeit stand, gibt es ein frische, traditionsbewusste neue Armada an Rappern in New York. Wie massive diese nach vorne drängen, konnte man erst kürzlich auf dem Neoklassiker „Double Barrel“ freudig lauschen. Orientiert an alten Ostküstenmeisterwerken wurde hier musikalisch nichts Neues gewagt oder zeitgenössischen Strömungen gefolgt.

Wenn man sich für einen solchen klassischen Ansatz entscheidet muss das zwei Fakten zu Grunde liegen. Zum einen muss man das Talent für Storytelling haben und mit genau diesem, in Kombination mit Flow, Stimme und Delivery über die soulful Boom Bap-Beats überzeugend gleiten. Skyzoo hat sich genau so bereits mit seine Features und Mixtapes ein Kreis an Fans erarbeitet. Mit Tracks wie die von 9th Wonder gebastelten „Under pressure“ oder „Like a marathon“ gibt es auf seinem Solojoint gewohnt geschmeidige Beats mit einem gepitchten Soulschnipsel. „Maintain“ steht symptomatisch für das Album. „The salvation“ hat seinen ganz eigenen Charakter und seinen eignen Masterplan was Rap hier sein soll und wie er sich anhören soll – ohne irgendwelchen Marktstrategien zu folgen.

Auf den soliden, bestimmt nicht überragenden Produktionen von Black Milk, BKS, Just Blaze, Needlz, Nottz, Illmind, Cyrus und Eric G. weißt der MC zu überzeugen. Es scheint so, als wollte man hier über keine Spektakel zünden. Hier und da hätte man sich das gewünscht, jedoch weiß das Album auf ganz andere Weise den Hörer zu binden. Der MC nutzt die freien Flächen um seine Geschichten ausgiebig zu erzählen und verzichtet deshalb auf jeglichen Gastbeitrag. Hier liegt die Kunst verborgen und wenn man sich darauf einlässt und nicht nach Hits sucht ist „The salvation“ ein dope HipHop-Album, dass diesen Herbst den Weg in einige iPods finden sollte.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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