Review

Sound Survivors: P.E.A.C.E

Sound Survivors: P.E.A.C.E

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P.E.A.C.E. = Pure Energy Allows Constant Elevation! So ist die Ansage der Sound Survivors auf ihrer neuem neuen Album. Die deutsch-französische Crew macht seit 2008 Platten und bleiben ihrem Prinzip weiterhin treu: Es gibt ihre Musik primär auf Vinyl. Die Liebe und Verbundenheit zum Kulturgut spiegelt sich auch in ihrem Klangbild ab. Man neigt als 1990er sozialisierter HipHop-Fan sofort zu Nostalgie und damit verbundener Sympathie für die Kunst der 7-köpfigen Crew. Das ist wohl auch der Punkt an dem viele scheitern werden, vielleicht sogar den Zugang verweigern werden – obwohl sie gewohnt dope Songs abliefern, die sich direkt an der Soundethik von Pete Rock und RZA orientieren wird es gerade das jüngere Publikum sehr schwer haben hier einzusteigen. Dabei passt die Scheibe doch so schön in die ganze qualitätsvolle Retrowelle zwischen „Only built 4 Nubian Linx 2“ und der Reissue von Torch‘s „Blauer Samt“. Das Adjektiv „altbacken“ muss sich diese Scheibe gefallen lassen, jedoch kommt es ja immer darauf an in welchem Blickwinkel man die Platte sieht! Hier man Jungs hören die leidenschaftlich an die Kraft von HipHop glauben, Wu-Tang, ATCQ oder KRS1 immer noch lieben wie nichts anderes und ihre Sprache dafür nutzen um neben leicht verschwörungstheoretischen Ansätzen durchdachte Sozialkritik zu äußern. Das Ganze ist mit einer geballten Ladung goldene Ära gefüllt, die nicht jeder so schön hinbekommt. Nicht ohne Zufall findet sich hier ein Feature von Craig G. der legendären Juice-Crew. Tracks wie „Hold you“ oder „Who can help us“ sind der Blues für den Winter und auch sicherlich danach. Irgendwie ein schöne und keineswegs langweilige Zeitreise zurück.

Text: Peter „Parker“ Hagen


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