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Stefan Goldmann: The transitory state

Review:

Das war jetzt aber echt mal an der Zeit. Der Berliner Produzent und DJ Stefan Goldmann hat in den letzten fünf Jahren immer wieder für ganz schön Wind in der Clublandschaft gesorgt. Ob sein brachiales Brett auf Innervisions Records („Sleepy Hollow“) oder seine weiteren Veröffentlichungen auf Perlon oder Ovum Records – sie haben all die Schnittstelle zwischen der Renaissance der Deep House Music, der starke Verehrung für Detroit Techno und weitere elektronische Experimente mit Weitsicht mitdefiniert. Schade, dass er oft erst hinter Dixon, Chateau Flight oder Ame genannt wird. Einen Anspruch hat er sehr darauf. Das dokumentiert seine erste VÖ auf CD. Die ganz großen Plattendreher und global Dj Player wie Francios K., Richie Hawtwin, Laurent Garnier, Ame & Carl Craig gehören bekennend zu den Fans seiner Kunst und supporten diese auch fleissig in ihren DJ-Sets und Playlists. Daneben kommen die üblichen Tastemaker wie Jazzanova oder Peter Kruder die seine 12inch-Undergroundhits nicht ohne Grund bei ihren DJ-Gigs rotieren lassen. Die weltweit respektierten Radiogurus Pete Tong oder Gilles Peterson (BBC) geben dem Berliner auch regelmäßig viel Liebe und Airplay für seine Werke. Soweit zu der bekannten Fanbase des Liebhabers für techy Sounds. Das Proletariat der Clubmusikbegeisterten (Groove; DeBug Magazin) hat Goldmann musikalischen Auswürfe 2005/2006 zum Besten gewählt, was diese Jahren ausgespuckt haben. Lob von allen Seiten. Ganz zu Recht. Visionär sind sein Klangkosmos definitiv. Minimal ist hier keine Schimpfwort – sonder Kunstform mit viel Seele. „Lunatic Fridge“ oder „Perfecture“ sind Epen, wie sie NEEDS gebaut haben. Da darf man sicher zugreifen. Auch aufgrund dessen, weil man hier nicht nur eine Hitsammlung an zeitgenössischer, teilweise pioniermäßiger, Clubmusik bekommt, sondern weil auf CD2 („Voices of the Dead“) ein bisher nicht erschlossenes Feld an Experimente der elektronischen Musik aufzeigt wird. Da passiert es, dass die Suche zum Weg wird. Einfach in die Thematik bzw. das Abenteuer einzusteigen ist es nicht. Goldmann gibt uns eine Möglichkeit in eine wirklich andere Welt zwischen den Tönen zu fließen. Was sich dabei jeder einzelne dabei denkt, ist natürlich subjektiv. Das Angebot ist zumindest da. Aber lasst euch Zeit. Das wird schwierig und es hat nichts mit CD1 zu tun. Überhaupt nichts.

Peter Hagen

Tracks:

  • 01. Katorga (13:48)

Releases:

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Interpret:
Stefan Goldmann
Label:
Marco
Stil:
Techno House Elektro

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