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Studio Apartment: The Rising Sun

Studio Apartment: The Rising Sun

Larry Levan, ein Discjockey der alten, ehrvollen Garde. Er war es, der Dance Musik soweit aufpeppte, dass so Fundamente für die heutige House Music entstand. Seine Clubnight im legendären Paradise Garage Club steht bis heute nicht nur für Disco-Fieber, Glamour und Clubkultur, sondern auch für der Inbegriff für spirituelle, beseelten House. Der ist unweigerlich und bis heute mit dem Label King Street Sound / Nite Grooves verbunden.

Die alte New Yorker Schule verbindet man natürlich mit Franocious Kevorkian, Frankie Feliciano, Joe Claussell, Masters at Work und einigen mehr. Sie verhalfen Disco zu House und dort wird auch weiterhin gute Musik gemacht und damit experimentiert. Alles im Auftrag alles schön soulful zu halten. Gerade Anfang und Mitte der Neunziger Jahre war dieses Label die treibende Kraft für das Genre. Auch danach konnte man sich immer darauf verlassen, dass man hier qualitativ hochwertigen House geliefert bekommt.

2008 streckt King Street ihre Fühler nach Japan aus. Dort fanden sie in Noboru Abe & Masanori Morita die unter dem Banner STUDIO APARTMENT tanzbare Grooves, vornehmlich Deep House produzieren. Sehr wohl und unüberhörbar inspiriert von den alten Haudegen des Genres wie Blaze oder Francois K. Das Label hat sich nun noch mal den Werken des talentierten Duos angenommen und hat eine ganze Armada an Produzenten auf die Stücke losgelassen. Es überrascht nicht, dass ein Remixalbum der besonderen Art herausgekommen ist. Ein kleines Revival mit das man fast schon mit nostalgischen Gefühlen verbinden kann. Hier gibt es kraftvolle, wunderschöne Vocals (Stefanie Cooke, Terrance Downs, Kenny Babien, Ron Carroll, Monique Bingham) die auf House Music treffen, die so sehr nach früher klingt. Hier mischt sich dieser ganz bestimmte 80s Soul mit deepen, teils jazzigen Chords. Hört man die Reworks sieht man das die Originals und die Remixes sich so sehr verbinden, weil sie beide etwas der legendäre Ära einverleibt haben. So machen Quentin Harris, Mr.V, Kerri Chandler oder die Reel People einfach das, was sie wohl selbst am meisten lieben. Hier geht die Sonne wirklich auf – und zwar zur Primetime in jenem Club, der die alten Househymnen noch spielt, liebt und feiert.

Peter Hagen

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