Der geschmeidige Gesang zu einem Vintage-Sound, wie man heute dazu gerne sagt, von Jazz & Soul ist ein Markenzeichen des Terry Callier.
Schon in den frühen 60ern hat er bereits mit illustren Legenden wie Curtis Mayfield gespielt. Bekannt wurde seine Musik jedoch erst über 20 Jahre später, als Callier schon überhaupt keine Ambitionen mehr hegte, mit seiner Musik etwas zu erreichen.
Englische DJs in dem von Gilles Peterson ausgerufenen Acid Jazz-Fieber im Talkin’ Loud-Fame entfachte das Feuer für Callier’s Werke wieder. Die britischen Plattenleger spielten seine alten Platten rauf und runter. Das Radio und die Labels wurden wieder auf ihn aufmerksam. Einladungen zu Live-Auftritten folgten.
So geschah es, dass der Mann mit der Gitarre aus Chicago mit seiner feinen Mischung aus Soul, Jazz und Folk wieder Möglichkeiten hatte nach all den Jahren seiner Leidenschaft nachzugehen. In den 90er nahm er verschiedene Projekte wahr. Die Eklektiker waren es, die seinen Namen immer wieder ins Spiel brachten und ihn zu Gastauftritten einluden. So konnte man seinen Soul auf zeitgenössischen NuJazz-Produktionen von Jazzanova, 4Hero oder Koop hören.
Mit Massive Attack’s Robert del Naja arbeitete er bereits zusammen und hat sich auch für sein neues Werk „Hidden Conversation“ mit dem TripHop-Meistro vergangener Tage zusammengetan. Das Resultat ist ein Stück loungiger, organischer Sound, der viel Raum zur Entfaltung für den Gesang des Soul-Crooners lässt. Das neue Album ist wie aus einem Guss und zeigt dass Callier ein außergewöhnlicher Künstler ist, der die große Gabe des Songwritings besitzt. Ein Album dass es sicherlich locker in die Charts der besten Werke des Jahres 2009 schaffen wird.
Peter Hagen