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The Bridge: The Bridge

The Bridge: The Bridge

Ein Gespenst geht um in Amerika – das Gespenst des Wandels. Verschiedene Mächte des alten Amerika haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet. Die Vertreter einer irrwitzigen Politik, die Verkäufer endblöder TV-Shows, die Macher und Fans mediokrer Musik. Doch solange es noch Bands gibt wie der Baltimore-Fünfer „The Bridge“ besteht kein Zweifel daran, dass Amerikas Musiklandschaft nicht in einem Sumpf aus Gangsta-Rap und Kitsch-R’n’B zu versinken droht. Stattdessen halten die überaus versierten, hart tourenden jungen Typen die Fackel angeblich unzeitgemäßer Musik-Darreichungsformen wie Dixie-Soul, kalifornischen Groove und Soul hoch. Little Feat, Grateful Dead, The Black Crowes und Los Lobos werden als Referenzen für dieses erfrischende, aufrüttelnde, optimistische Album genannt. Sogar Bluesformen für das 21. Jahrhundert gibt es zu entdecken („The Ballad Of Clear Rock“). Und als Toping für diese abenteuerliche Melange gibt es noch ordentlich was Irisches und Bluegrass drauf. Manche werden sich daran den Magen verderben. Die, die mit offenen Ohren durchs Leben gehen, werden sagen: „Bitte mehr davon!“

Jo Neckermann

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