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The Budos Band: III

Review:

Aus Staten Island kommt der Wu-Tang-Clan. Eine Gruppierung, die HipHop veränderte und deren Einfluss mehr als eine Dekade andauerte und deren Auswirkungen heute noch zu spüren sind. Wu ist in den Stein der Rap-Historie gemeiselt und hat seinen Platz dort ewig. Aus dem gleichen New Yorker Borough kommt ein Kollektiv von Musikern die an der Renaissance des authentischen Funk und Soul einen immensen Anteil tragen – vielleicht sogar die Initialzündung vor etwas zehn Jahren waren.

Schon damals wandte sich eine Gruppe von Nerds, die am warmen, analogen Sound der 1960er und 1970er hingen, gegen den immer anspruchloseren, kalten Klang der Popproduktionen der Jetztzeit. Bosco Mann (respektiv Gabriel Roth) & das TNT Produktionsteam wollten den unverkennbaren Sound einer Blaxploitation-Scheibe zurückbringen. Sie wollten der unvergesslichen Wärme einer Roy Ayers’ Ubiquity-Platte erinnern und den Funk dreckig und unverwaschen spielen wie die JB’s. Heute sagt man ja gerne „Vintage Sound“. Imitiert wurde er oft. Die hauseigenen Formationen The Dap-Kings, Sugarmen Three, El Michels Affair oder eben die Budos Band haben es geschafft, genau diesen Trademarksound am originellsten zurückzubringen und sich zu markante zu platzieren wie kaum jemand vergleichbares. Die Verbundenheit mit HipHop und dem allgegenwärtigen und dort immer noch sehr verehrten Wutang-Clan haben sie schon mit ihren Coverversionen von „Shimmy Shimmy Ya“ oder „C.R.E.A.M“ herrlich zwischen Jazz & Funk Tribut gezollt. Nun brennen die 12 Jungs der Budos Band zum dritten Mail ein musikalisches Feuerwerk zwischen Funk und Jazz ab, welches gerne auch mal einem Soundtracks werden kann, der den werten Hörer in die Zeiten von „In den Straßen von San Fransciso“ oder „Coffey“ zurückbeamen kann. Faszinierend wird es jedoch dort am meisten, wo die Budos ihrer Kreativität keine Genregrenzen Einhalt gewähren. Dort wo die Musik zu einem gewaltigen Epos zwischen traditionellen Soul-Bläsern, lockerem polyrhythmischen Afrobeat und leicht psychedelischen Gitarrenriffs zum Abenteuer wird. Die Budos Brüderschaft fesselt mit ihrem ganz eigenen Sound, der definitiv auch tanzbar ist und nicht nur für das Kopfkino taugt.

Peter Hagen

"Die Scheibe erscheint am 20.08.10 auf Daptone Records als Vinyl, Download und CD"

Tracks:

  • 01. Rite of the ancients
  • 02. Black venom
  • 03. River serpentine
  • 04. Unbroken, unshaven
  • 05. Nature's wrath
  • 06. Golden dunes
  • 07. Budos dirge
  • 08. Raja haje
  • 09. Crimson skies
  • 10. Mark of the unnamed
  • 11. Reppirt yad

Releases:

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Interpret:
The Budos Band
Label:
Daptone Records
Stil:
Jazz Soul Funk Rock Afro-Cuban

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Community


2 Kommentare

Ich fand die erste Platte sehr spannend, die zweite schon etwas langweilig. Das ist ja alles super Sound, aber es wiederholt sich alles und hört sich alles sehr ähnlich an. Die Menahan Street Band war einfach nur etwas jazzfunkiger, aber vom Sound wie El Michels gleich. Da glaube ich nicht wirklich, dass die III da spektakulär anderst wird.

 
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von Alex B.
vor 559 Tagen

Nach wie vor ein sehr eigenständiger Sound. Jazzfunk mit ein paar leichten Rockeinflüßen...großes Kino.

 
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von Yava
vor 532 Tagen

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