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The Grits: The Grits

The Grits: The Grits

Stuart Carter und Nick Harris lernten sich durch die gemeinsame Liebe zu der Sorte Musik kennen, die man als kompromisslos, hart und Deep bezeichnet. Diese Adjektive jetzt innerhalb des Funkuniversums gesehen, weiss man, dass diese zwei Briten mit ihrer Kapelle The Grits seit 2005 für wirklich Furore sorgen. Sie spielen ganz im Geiste der Funkurväter The Meters den Funk sehr roh und direkt und rein instrumental. Wo andere aktuelle Bands eine gehaltvolle, kräftige Stimme in ihren Sound integrieren, scheint es bei The Grits so zu sein, dass die selbst diesen Kompromiss nicht eingehen wollen. In der Tat entschärfen sie mit solchen Mitteln ihren direkten, dynamischen Powerdeepfunk nicht die Bohne. Ihre Prämisse gilt dem grimmigen Sound des originalen, blutigen Deepfunk. Und welche Freude sie dabei haben, vermitteln sie auch bei diesem gewaltigen Funkfest, ihrem Debüt auf Albumlänge. Schon ihre 7inch-Einweisungen in die Materie („Funky Soul Brother“; „Boom Boom“) haben durch ihre Gradlinigkeit und bestimmt auch durch den harten Groove in kürzester Zeit Insider des Genres überzeugt. Genrelichtgestalten wie Keb Darge und Mark Lamarr werden auch nicht müde, ihre Verzückungen darüber zu bekunden. Die Zusammenführung von analog eingespielten, klassischen Funkelementen mit teilweise wirklich durch gedrehten (programmierte und eingespielte) Drumsounds ergeben einen Groove wie Dynamit. Vor allem „It ain’t easy being greasy“ wird Feuer auf Tanzflächen legen, dass man erstens nicht mehr löschen werden kann und zweitens einige zart beschichtete Ausdruckstänzer vertreiben wird. BOOYAH – was für eine gewaltige Energie hier musikalische entwickelt und ausgeschossen wird ist schon sehr imponierend. Weird Shit.

Peter Hagen

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