Latinjazz mit alle seinen Untersparten und Variationen, so unterschiedlich inspiriert von Charles Mingues bis Tito Puente, spielt diese bayrische Kapelle aus Passion. Da haben sie bereits auf ihren Alben „Samboogaloo“, respektiv mit Brazil-Einschlag, und auf „Mambo Atomico“ nachgewissen und die Freude für diese in Deutschland noch gänzlich unberührte Musik verbreitet. Live haben sie diesen Eintritt längst auch bestätigt. Das auf Ajabu Records veröffentlichte musikalische Brasilien-Abenteuer und gleichzeitig tiefe Verneigung vor den Genrehelden Getz und Gilberto hatte das hier gekonnt gecoverte „Soul Bossa Nova“ (Quincy Jointz) schon inne. Das Jimi Hendrix-Cover „Crosstown Traffic“ ist auch nicht neu und interpretiert aber den psychedelischen Einfluss erfrischend und natürlich latinesk anderst. Warum auch nicht? Haben doch die britischen Kollegen von Trio Valore mit ihrer Definition von „Paint it black“ der Rolling Stones einen kleinen aber feinen Hit gelandet. Tanzflächenfutter. Dig it!
Peter Hagen