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The New Mastersounds: Plug & Play

The New Mastersounds: Plug & Play

Es ist dem allgemein gestiegenem Interesse an Funk und Soul zu verdanken, dass endlich Bands wie The New Mastersounds aus Leeds die verdiente Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen definitiv gebührt. Der flotte Funk-Vierer, ergänzt mit dem Tastenspieler Joe Tatton, präsentiert mit „Plug & Play“ ihr inzwischen sechstes Album. Schon auf den Vorgängern haben sie ihr Spiel immer wieder erweitert und die Stiele irgendwo zwischen Boogaloo, Jazz, Afrobeat, Soul und natürlich Funk zueinander geführt. Die Rhythm’n’Blues-Variationen beherrschen sie nicht nur in Perfektion, sie kreiieren auch ihren ganz eigenen Funk-Sound daraus. Harte Snares, markante High-Hats, das ganze funky Drumset ist jedoch nur eine wichtige Treibkraft und Komponente. Neben der notorischen WahWah-Gitarre, dem Bass und den der B3-Hammond-Orgel. Man kommt gar nicht auf die Idee, sich die eigentlich fehlende Horns-Sektion, herbei zu wünschen. Reichhaltiger war Funk, zumindest dieses Jahr, nicht.

Dass sie sich hier auch noch die stimmgewaltige Unterstützung der amerikanischen Sängerin Dionne Charles geholt haben, macht sofort Sinn. Man fühlt sofort die Referenzen zu der frühen Marva Whitney oder Ann Sexton. Eindrucksvoll auf „Looking for an Answer“ dokumentiert. Die Dame ist hier überraschender Weiser besser aufgelegt, als auf ihrer eigenen Scheibe.Da gibt es eigentlich kein Halten mehr. Wer jetzt die endgültige Funk-Revolution ausruft, dem kann man das gar nicht mehr übel nehmen. Da ist eine Atempause wie das jazzfunkige „Altitude“ mit aufblendender Meters-Bridge gern willkommen. Das kratzt hier mit „Chrysalis“ oder „Beyond the Bleak Horizon“ schon sehr an der Pole Position der Dap-Kings. Und wenn auf „King Comforter“ der wahre, unsterbliche SOUL in Rohform zelebriert wird, weiß ich echt nicht was ich zu jemanden sagen sollte, der mir plausibel erklären will, dass er sich dieses Album nicht kaufen will.

Peter Hagen

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