Seit 2006 jammen Ben Lamdin und Hugo Mendez mit einander. Der eine, Lamdin, hat bereits mehrfach bewiesen, dass er zu den außergewöhnlichsten Produzenten und Musikern gehört, die auf diesem Globus ihr kreatives Unwesen treiben. Der andere, Mendez, sorgt im Moment für richtig viel Alarm mit seinen weltweit gebuchten Sofrito-Partys, bei denen er obskure tropische Klangwelten mischt. Beide haben eine offene Affinität für latineske Grooves. Sie lieben afro-kubanische, karibische und südamerikanische Musik, die in den 1960ern mit Jazz, Funk und Soul zum Nuyorcian Sound aka Salsa wurde. Die zwei Briten sind nicht nur exquisite Kenner, sie haben auch das Zeug diese Gabe in ihre eigene Latin-Definition mit kongenialen Kollegen umzusetzen. Diese gehören zu etablierten Kräften wie die Alex Wilson Band, den Heliocentrics oder Ska Cubano. Mit ihnen zollen die beiden Größen wie Dizzy Gillespie oder Machito ihren Tribut mit einer Intensität und Tiefe die man lange nicht gehört hat. Take it back to good old days of barrio jazz and funk.
Peter Hagen