Review

Theo parrish featuring Billy Love – Melloghettomental

Theo parrish featuring bill beaver: Can't keep running away

Man kann dem Detroit-Produzenten alles nachsagen. Paranoia, chronische schlechte Laune, euphorische Dj-Sets oder eine Affinität zu Drogen zur Erweiterung des Bewusstseins – aber nicht, dass er keine außergewöhnliche Musik produziert.
Dreckig durchzieht eine Piano-Instrumental die Synthie-Arragements sehr schleppend. Die Drums und der Bass lassen genug Zeit für das was in so eigenständiger Art und Weise für Theo Parrish steht – den Soul. Auch auf seiner neue Produktion macht der Detroiter das was er am besten kann und deshalb mit Kenny Dixon Jr. seid Jahren die Fangemeinden zu Süchtigen werden lässt.
„Can’t keep running away“ hat all die Zutaten die die Anhänger des House und Technohelden so lieben. Er bringt immer wieder die neuen Formeln für eine Soul-Update auf eine neues, eigenwilliges Level. Gesanglich hat ihn dabei Bill Beaver unterstützt.
Auf der B-Seite „U bring me up“ weißt Parrish dezent darauf hin, dass er mit New York-Garage-House immer noch verbunden ist und wie man druckvolle Drum mit dicken Basslines verbindet. Vielleicht hat er auch einfach mal wieder die alten Blaze-Scheiben im Club aufgelegt und sich ein weiteres Mal selbst darin gefunden.
Wie auch immer. Parrish beschert uns hier die 12inch der Woche. House-Musik mit dieser markanten Detroit Soundsignatur bleibt durch Gestalten wie ihn immer wieder interessant und spannend.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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