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Theory Hazit – Extra Credit

Theory Hazit - Extra Credit

Supperrappin’/Groove Attack haben ein wirklich geniales Händchen wenn es darum geht derbe Rapmusik in Umlauf zu bringen. Nach einer längeren Pause ist Superrappin’ zurück. Nach dem man in der Vergangenheit immer darauf bedacht war, sehr bodenständiger, oft gegen den Strom schwimmenden HipHop zu veröffentlichen – bleibt man dieser, durchaus erfolgreichen Linie treu. Nach dem Soloalbum von Phife Dawg (ATCQ), Windy-City-Ausnahme MC Common, Ohio Allroundtalent J.Rawls, dem ersten Slum Village Release (J-88) und Oldschool Entertainer Biz Markie folgt nun der hungrige Theory Hazit aus Cincinnati.

Hazit ist ein junger, hochtalentierter Produzent dem es offensichtlich nicht schert was aktuell im HipHop passiert – bzw. was aktuell erfolgreich ist. Es scheint fast so, als ob ihm die Abgeschiedenheit seines Heimatortes von den Rapmetropolen im Süden, Westen und Osten sehr gut tut. Er hat seine eigene Stimme, sein eigenen Stil und eigenen Charakter entwickelt.

Auf ,,Extra Credit” führen alle Eigenschaften zusammen. Raptechnisch macht dem jungen Amerikaner kaum einer noch was vor – und genau deswegen wundert es doppelt, dass man bisher nichts bis gar nichts von ihm gehört hat. Gerade auf Stücken wie ,,After School Special” kann man vor den Skillz des MCs nur den Hut ziehen. Sein Flow erinnert so stark an Black Thought von den Roots und den TrueSchool-Kollegen von Black Sheep. Vergleiche sind oft unnötig, in diesem Fall aber berechtigt. Etablierte HipHop-Kollegen wie DJ Hi-Tek (Reflektion Eternal) und Nicolay (Foreign Exchange) bezeichnen ihn schlicht weg und völlig auf den Punkt gebracht als ,,DOPE”. Die Beats sind soulful (,,I Just wanna go home”), druckvoll (,,Emit Gninrut”) und angenehm oft mit Cuts aufgeladen.

Was für ein Rookie! Was für ein Album! Was für ein Comeback von Superrappin!

Peter Hagen (Jazzriots)

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