Timber Timbre, diese spooky Einmannshow von Singer/Songwriter Taylor Kirk, reklamiert für sich den „gothic rockabilly blues“. Und tatsächlich erzielt der Künstler aus Toronto/Kanada mit Gitarre, Harmonica und Looper eine musikalische Stimmung, die irgendwie zwischen „Blair Witch Projekt“ und dem „House of New Orleans“ oszilliert. Rural, pathetisch, reduziert, düster. Nicht gerade eine kleine Herbstmusik für Borderliner und Menschen mit bipolaren Störungen. Obwohl gerade diese sensible Klientel von „Timber Timbre“ sicherlich sehr angetan wäre… Für den Normalo bleibt es ein Album, das in seinen großartigen Momenten an die monumentalen Spätwerke von Johnny Cash erinnert, an seinen einschläfernden Stellen fühlt sich der Rezensent an die Lahmarschigkeit Calexicos erinnert. Und hey, das sind doch Namen, die sich hören lassen können…
Jo Neckermann