Tokyo Black Star: Black Ships
Review:
Isao Kumano und Alex Prat arbeiten unter dem Projektnamen Tokyo Black Star zusammen und haben bereits vier EPs auf dem Berliner Label Innervisions veröffentlicht. Nachdem erfolgreichen Durchstarten und Etablieren des Labels von Ame & Dixon, geht man nun wohl den nächsten Schritt. Mit „Black Ships“ steht nun ein komplettes Album des Produzentenduos vor der Veröffentlichung.
Nach der von Innervisions Records mitgetragenen Renaissance von Deep House und technoiden Exkursionen, die sich gerne am elektronischen Erbe Detroits labten, steht das Label nun vor der Veröffentlichung mehrer neuer Werke. Marcus Worgull, Henrik Schwarz und Ame haben wieder spannende Klangwelten erschaffen die in der Pipeline stehen um 2009 wieder ihr Duftmarke zu setzen, wie es ihnen bisher hervorragend gelungen ist.
International konnten auch die vier EPs von Tokyo Black Star für Furore sorgen. Sie gehörten zu einem der Bausteine des universellen Gesamtpaket, mit dem Innervisions in den letzten Jahren einen so starken Einfluss auf die gesamte Szene hatten. „Beyond the future“, „Psyche Dance“, „Still Sequence“ und „Bit Commander“ haben einiges an Eindruck hinterlassen. Im Kern ihrer Musik steht analog zu den Labelkollegen, dass man einfach frei von Konventionen agiert. Das macht diesen Sound so eigenständig und gebrandmarkt.
Auch auf Albumlänge zeigen die beiden Kosmopoliten, dass sie ihr Vorstellungskraft, ihre Inspiration etwas Spirituellen und Zeitgenössisches schaffen kann, in ihre Musik transportieren können. Diese Atmosphäre zieht sich auf ihrem Debütalbum wie ein roter Faden. Alle Produktionen leben von dieser oft beschworenen Seele in der Tiefe der Werke, wie man sie bei Ame lieben gelernt hat. Tokyo Black Star haben offenkundig eine Affinität zu den dunklen Sphären des Klangraums.
Die Stärke von „Black Ships“ liegt überall dort, wo man etwas entdecken kann. Sie laden herzlich dazu ein. Referenzen gibt es en masse. So ist „Deep Sea“ ein intellektueller Hybrid aus klassischem Dub (Mad Professor, King Tubby) und zeitlosem (Detroit)-Techno. „Sepiahone“ verzaubert durch eine geschmeidige 80er Synthi-Tradition. Egal wo und bei welchem Ansatz sie ihren Schwerpunkt setzen, malen sie eine Soundlandschaft voller Intensität. Sie wollten keine reine Clubscheibe machen und haben Mut bewiesen. Das Album muss gehört werden: Im Clubkontext und sonst auch überall.
Peter Hagen
Tracks:
- 01. Powder Dreams
- 02. Caballero
- 03. Violent Rush
- 04. Black Star feat. Rich Medina
- 05. Reincarnation
- 06. Still Sequence
- 07. Deep Sea
- 08. Kagura
- 09. Game Over
- 10. Mightnight Emperor
- 11. Intermission
- 12. AES-S3
- 13. Sepiaphone
- 14. Blade Dancer Beatless
Releases:
- Tokyo Black Star: Black Ships, VÖ: 9. April 2009







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