Trio Valore: The return of the iron monkey
Review:
Die Strategie mit einer Coverversion auf sich aufmerksam zu machen, ist so alt wie das Musikbusiness selbst. Oft gab es da völlig uninspirierte Nachahmungsversuche, die man sofort in die Tonne kloppen konnte. Das ist zugegebener Maße sehr oft passiert – gerade im Mainstream war das ja schon immer eine Mode. Von diesen Untiefen des schlechten Geschmacks ist der flotte Band-Dreier weit entfernt. Ihre verjazzte Version des Amy Winehouse-Megaseller „Rehab“ hat auf 7inch-Format weite Kreise gezogen. Diese drei englischen Jazzmen lieben es hörbar, coolen uptempo Jazz mit einer Affinität zu funkigen Grooves mit leicht latinesken Anfällen zu basteln. Die Tanzfläche ist das Ziel und damit auch der Auftrag ihrer Platte „The Return of the iron monkey“. Dancefloor jazz grooves findet man auf ihrem Albumdebüt en Masse. Insider zögern nicht mit hormongeschwängerten Äusserungen sich zurück zu halten, wenn es um die Sounds geht, die vor allem durch ihren Drive und die abgefahrenen Hammond-Wahnsinn überzeugen. Steve White, Damon Michella und Seamus Beaghen zeigen, dass sie nicht nur an Jazz als Tanzmusik glauben, sondern dass sie es vorzüglich umsetzen können. Mit „Pintura Negras“, einer ihrer inzwischen schon berüchtigten und live erprobten Interpretation des Rolling Stones-Klassikers „Paint it back“ haben sie auf dem Album auch einen heissen Anwärter auf den Genre-Smash des Jahres. Wer sagt denn bitte, dass es an wirklich cooler Mucke fehlt?! Trio Valore...great stuff!
Peter Hagen
Releases:
- Trio Valore: Return of the Iron Monkey, VÖ: 10. Oktober 2008







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