Review

Trus’me – Treat me right

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Review:

David James Wolstencroft hat mit seinem ersten Album “Working Nights” disco, soul und funk mit House in einen Einklang gebracht, dass selbst Großmeister wie Kenny Dope (Masters at Work) und andere Genreikonen ihn adelten. Die sonst eher paranoiden und öffentlichkeitsscheuen Kollegen Moodyman oder Theo Parrish waren mehr als voll des Lobes über die Produktionen des bis dato unbekannten Mannes aus Manchester.

Zwei Jahre später baute er seinen beseelten, housigen Sound aus und bastelte mit vielen zusätzlichen live-instrumentalisierten Elementen das gefeierte “In the red”-Album, das weltweit mit Liebe überschüttet wurde. Nun war man sehr gespannt was der nächste Schritt der Weiterentwicklung des britischen Produzenten sein würde. Mit “Treat me right” legt der umtriebige DJ nun sein dritte Werk vor. Dieses Mal veröffentlicht er es auf seinem eigenen Label und sympathischer Weise äußerte er sich mehrfach dazu, dass es ihm wichtig ist, dass die Platte auch auf Vinyl erscheint und seinem Klanganspruch gerecht wird bzw. auch so wie er es produziert hat, beim Kunden ankommt.

Hier liegt genau die Stärke des Soundtüftlers. Er verbindet Vintage-Arragements mit technoiden Soundlandschaften, an denen er akribisch über Jahre gearbeitet hat. Alte Technoheldentaten werden nun verstärkt gehuldigt und seine housiger Sound ist verkopfter geworden. Wer ein erneutes “Working Nights” erwartet hat, liegt hier falsch. Die Studiospielereien mit Musikern wie Dam-Funk oder Amp Fiddler haben ihm damals die organische Note und die gewissen Prise Funk und Soul als Schwerpunkt bescherrt, aber nun fokussiert er vermehrt den minimierten, reduzierten Technosound mit der sympathischen Retrospektiv auf die beseelten Großtaten aus Detroit.


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